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Jugendliche, die sich mit dem Schmieden beschäftigen, gibt es beim Pfadfinderstimm in Beuern. REPRO: CON

»Wikinger« stellen im Schloss aus

  • VonConstantin Hoppe
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Buseck (con). 70 Fotos aus 20 Jahren Pfadfindergeschichte in Beuern: Zur Feier ihres runden Jubiläums stellt der Beuerner Pfadfinderstamm »Wikinger« einige Impressionen aus den vergangenen beiden Jahrzehnten im Busecker Schloss aus.

Honigherstellung, Schmieden, Wanderungen und Bootstouren, Theateraufführungen, musikalische Programme und ganz viel Umweltschutz - das sind nur einige wenige der zahlreichen Aktivitäten, aus denen Dr. Jörg Schudy in den vergangenen Wochen die Fotos der Pfadfindergruppe ausgesucht hat, die noch bis mindestens Mitte Oktober im Schloss zu sehen sein werden. Bei der Auswahl der Motive ging es ihm auch nicht in erster Linie um Chronologie: »Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - wir haben hier also eine rund 70 000 Worte starke Beschreibung der Pfadfinderaktionen«, meinte Schudy zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag. Hierzu waren ehemalige wie noch aktive Pfadfinder sowie ihre Familien ins Schloss eingeladen. »Nicht jedes Bild ist hochwertig und nicht jedes Mitglied der letzten 20 Jahre ist zu sehen - dafür kann man aber erkennen, was uns ausmacht.« Und das Wichtigste für alle ist natürlich das gemeinsame Essen, das Kochen, das unterwegs sein, die Freunde und das Spielen - denn auch das gehört bei den Pfadfindern hier immer dazu: spielerisch neue Erfahrungen machen.

Das bemerkte auch Bürgermeister Dirk Haas bei seiner ersten Besichtigung der Fotos: »Was ich immer auf den Bildern sehe ist, dass spielend gelernt wird und ein Erfahrungsschatz gebildet wird, von dem man ein ganzes Leben zehren kann.« Auch von den einzelnen Aktionen ist er begeistert: »Wo sonst würden sich Jugendliche mit dem Schmieden beschäftigen?« Dazu kommt das Engagement, mit dem der Pfadfinderstamm verschiedenen Themen aufgreift uns sich zu eigen macht: Als besonders herausstechendes Beispiel gilt auch das Krebsprojekt am Beuerner Krebsbach. Mittlerweile hat sich hier als Lohn für das jahrelange Engagement eine selbst reproduzierende Krebspopulation entwickelt. Deshalb war der Bürgermeister auch gleich mit an Bord, als die Pfadfinder nach einer Ausstellungsmöglichkeit im Schloss nachfragten. Solche Themen und noch vieles mehr lassen sich auf den Bildern entdecken, und auch die ersten Besucher zeigten sich von der Bildauswahl begeistert.

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