Der Erhalt der Alten-Busecker Brandsburgscheune ist gefährdet. Ein Förderverein wirbt für die Sanierung des Gebäudes. ARCHIVFOTO: JWR
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Der Erhalt der Alten-Busecker Brandsburgscheune ist gefährdet. Ein Förderverein wirbt für die Sanierung des Gebäudes. ARCHIVFOTO: JWR

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  • vonLars Benedikt Hoppe
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Buseck(lbh). Der Förderverein Brandsburgscheune sammelt Unterschriften für den Erhalt des Baudenkmals. Unter anderem wurde beim "Advent an der Brandsburg" für die Aktion geworben. Aktuell haben 157 Bürger ihre Unterschrift für die Aktion gegeben. Der Verein hat das Ziel, diese Zahl noch zu erhöhen, um der Gemeindevertretung das Bevölkerungsinteresse zu verdeutlichen, sagte Vorsitzender Jürgen Herfurth auf der Jahreshauptversammlung.

Antrag für Stromanschluss

Zur Enttäuschung des Vereins gab es im letzten Jahr keine politische Entscheidung über die Komplettsanierung der Scheune, weshalb sich die Arbeiten in dieser Hinsicht momentan recht schleppend gestalten. Als nächstes größeres Ziel bereitet der Verein einen Finanzierungsantrag für einen Stromanschluss in der Brandsburgscheune vor, um die Scheunen für kleine Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen mit Beleuchtung ausstatten zu können.

Bürgermeister Dirk Haas besuchte die Versammlung, um den Verein über die aktuellen Entwicklungen zu informieren. Auch wenn es an verschiedenen Stellen noch einige Probleme gibt, äußerte er sich weiterhin positiv, was seine Unterstützung für den Verein angeht. Zunächst könnte der Verein beispielsweise ein Kulturprogramm mit regelmäßigen kleinen Veranstaltungen erarbeiten, um ein größeres Publikum anzulocken und die Scheune interessanter zu machen, so Haas.

Dass der Förderverein bereits einiges Interesse an der Brandsburgscheune mit zahlreichen Veranstaltungen wecken konnte, zeigte der Rückblick von Herfurth. Ein besonderes Highlight im vergangenen Jahr war die Ausstellung historischer Postkarten in der Scheune am "Tag des offenen Denkmals".

Historische Postkarten gezeigt

In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Gießen wurden insgesamt 30 verschiedene Postkarten aus dem Gießener Umland in A2-Format ausgestellt. Das Kreisarchiv hatte die Sammlung aus privater Hand übernommen und bot verschiedenen Gemeinden und Vereinen die Möglichkeit der Ausstellung an. Landrätin Anita Schneider war bei der Eröffnung zu Besuch und äußerte sich den Anstrengungen des Fördervereins gegenüber sehr positiv: "Ein Gebäude bleibt nur dann gut erhalten, wenn es auch genutzt wird. Die Scheune ist etwas Besonderes, das es zu erhalten gilt."

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