Wasserversorgung jederzeit gewährleistet

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck(siw). Der Bürger merkte nichts davon, dass die Pump- und Fallleitungen erneuert wurden. Das ist der Vorteil von einem Verbundnetz. "Zu Versorgungsengpässen kam es während der Baumaßnahmen nicht, da Oppenrod temporär über die Einspeisung der Stadtwerke versorgt werden konnte", erklärte Bürgermeister Dirk Haas. Aufgrund der schlechten Substanz hatten die Gemeindewerke die Erneuerung der Leitungen im Versorgungsnetz des Ortsteils umgesetzt.

"Notwendig wurde die Investition, weil es vermehrt zu Rohrbrüchen auf der rund 55 Jahre alten Leitung von der Gewinnungsanlage Krohacker zum Hochbehälter Eichbusch gekommen war", sagte Jens Heitmann, technischer Betriebsleiter der Gemeindewerke. Außerdem sei das Einleitungssystem versorgungs- und unterhaltungstechnisch durch den wiederkehrenden Wechsel der Fließrichtungen kritisch zu sehen und der Trassenverlauf durch bewaldetes Gebiet problematisch. Daher wurde ein geänderter Trassenverlauf entlang des vorhandenen Wirtschaftsweges und ein Zweileitungssystem gewählt.

Kostenrahmen eingehalten

Pump- und Fallleitung sind nun getrennt verlegt. Die Baulänge betrug 1100 Meter. Für den Verbau von 2200 Metern Rohren mussten rund 3000 Kubikmeter Erde bewegt, 2000 Quadratmeter Oberfläche bearbeitet und wiederhergestellt werden. Der Hochbehälter Eichbusch dient nun als Pufferspeicher und nicht mehr nur als "Gegenbehälter".

Der im Jahr 2008 komplett sanierte Hochbehälter hat ein Volumen von 250 Kubikmetern, davon dienen 100 als Brandreserve. Der Kostenrahmen von 375 000 Euro konnte eingehalten werden. "Mit dem Abschluss dieser Maßnahme ist die Infrastruktur der Wasserversorgung im Ortsteil Oppenrod erheblich verbessert worden", sagte Haas.

Derzeit wird Beuern von Großen-Buseck aus mit Trinkwasser versorgt, da die Gemeindewerke dort aktuell mit einer vergleichbaren Baumaßnahme aktiv sind. Die Pumpleitung vom Brunnen Krebswald zum Hochbehälter Steinerberg wird auf einer Länge von rund 220 Metern erneuert. Diese Maßnahme soll Ende des Monats abgeschlossen sein.

Die Gemeindewerke Buseck verfügen im Bereich der Wasserversorgung über fünf Gewinnungsanlagen, drei Tiefbrunnen und zwei oberflächennahe Anlagen. Fünf Hochbehälter dienen zur Bevorratung und Löschwasserreserve. Es werden rund 13 500 Einwohner und zwei größere Gewerbegebiete mit Trinkwasser versorgt.

Die Netzlänge beträgt 90 Kilometer. Darin enthalten sind über 650 Hydranten für die Löschwasserentnahme.

Der Wasserverkauf lag 2019 bei rund 570 000 Kubikmetern, wovon 400 000 über die fünf Gewinnungsanlagen in Eigenregie gefördert wurden.

Der Ortsteil Trohe wird im Fremdbezug von den Mittelhessischen Wasserwerken versorgt. Für Alten-Buseck wird das meiste Wasser von der Gemeinde zugekauft.

Durch die Netzverbünde zwischen den Versorgungsgebieten Oppenrod, Großen-Buseck und Beuern besteht keine sogenannte "Insel" mehr. Das heißt, die Gemeindewerke können die Versorgung zwischen den genannten Ortsteilen nach Bedarf variieren.

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