Wahres Rhythmusfeuerwerk im Busecker Kulturzentrum

Buseck (siw). Applaus ist des Künstlers Lohn, und davon spendeten die rund 300 Gäste beim Neujahrsempfang der Gemeinde im Kulturzentrum reichlich. Nach dem Auftakt durch die Spielleute der Busecker Schlossremise mit dem amerikanischen Marsch "King Cotton" (Sousa) hielt Bürgermeister Erhard Reinl einen Jahresrückblick.

Als das herausragende Ereignis bezeichnete Reinl die Fertigstellung des Neubaus der Kindertagesstätte "Georg-Diehl". Weitere Themen waren die Einweihung des Spielplatzes im Schlosspark, die Neugestaltung des Spielplatzes am Sportplatz Trohe, die Maßnahmen am Regenrückhaltebecken in Beuern, die Schlosspark-Entwicklung und das 30-Jährige der Gemeindeverwaltung im Schloss.

Reinl: "Ich kann mich noch genau an den "Tag der offenen Tür" in 1981 erinnern. Ich war mächtig stolz auf unsere Gemeinde. Nicht mal im Traum habe ich damals daran gedacht, dass ich mal als Bürgermeister in das Schloss einziehen werde."

Mit "Something Stupid" von Carson Parks ging es musikalisch mit den Spielleuten unter Leitung von Martin Meier weiter. Dieser eingängigen Melodie folgte mit "Cuban Coffee" ein wahrhaftiges Rhythmusfeuerwerk. "Der Komponist Victor Lopez ist fest verwurzelt in der Salsa-Kultur.

Wie der Geschmack von kubanischen Kaffee ist, so soll auch seine Musik klingen: stark, temperamentvoll, heiß und gleichzeitig gefühlvoll, lieblich, sü?, sagte Martina Herzberger, die als Moderatorin des ersten Konzertteils interessante Ausführungen zu den Stücken und Komponisten machte. "Jubelklänge" von Ernst Uebel sowie die Zugabe "Over and out" befinden sich schon lange im Repertoire der Spielleute. Mit Ausnahme dieser beiden Stücke wurden nur neu einstudierte Werke präsentiert. Sie zeugten von einem frischen musikalischen Wind, der durch das Spielleute-Orchester zieht, in dem auch einige neue Gesichter auszumachen waren.

Wuchtiger Tiroler Konzertmarsch

Gut zu tun hatten die Schlagwerker bei "Fascinating Drums" (Ted Huggens) und bei einem Arrangement auf "Insomnia". Dieses stammte von Drummer Marcel Fischer, der nicht die Originalversion von "Faithless" sondern ein Remix von DJ Tiesto der Bearbeitung zugrundegelegt hatte. Dazu hatten sich die Jugendlichen eine Bühnenshow mit Schwarzlicht ausgedacht. Ihr Auftritt wurde regelrecht gefeiert. Der "Ungarischen Tanz Nr. 5" von Johannes Brahms und der aus "Night of the proms" bekannten Titel "Music" von John Miles rundeten den ersten Konzertteil wunderbar ab.

James Swearingen sei einer der Lieblingskomponisten der Musiker und die Konzertouvertüre "Centuria" schon fast das Erkennungsstück geworden, berichtete Carsten Schäfer, der im Blasorchester der TSG Steinbach musizierte und zwischendurch die Titel anmoderierte. "Halten Sie sich fest, damit sie nicht weggeblasen werden", empfahl Schäfer den Gästen, denn der mit "wuchtig" umschriebene Konzertmarsch des Tiroler Komponisten Klaus Strobl hat dieses Attribut wahrlich verdient.

Die Miene von Kapellmeister Alexander Fischer verriet, dass er mit der Leistung seiner Musiker nicht nur bei der Umsetzung des schwierigen symphonischen Werks "Der blaue Planet" zufrieden war. Wie bereits beim konzertanten Eingangsstück war den Instrumentalisten die Herausarbeitung der Dynamiken gut gelungen.

Einer der erfolgreichste Stars aller Zeiten ist Michael Jackson. Nach einem von Frank Bernaerts arrangierten Medley auf den "King of Pop" beschloss das TSG-Blasorchester mit einem beachtenswerten Medley aus bekannten Westernmelodien des Filmkomponisten Ennio Morricone das Konzert – natürlich nicht ohne eine Zugabe. Und die war, wie konnte es anders sein, der "Radetzky-Marsch". Nuanciert klatschten die Gäste mit und erhoben sich danach zum Abschlussapplaus von ihren Plätzen.

Die Steinbacher waren am Gelingen des Konzertes nicht nur auf musikalische Weise beteiligt, sondern hatten auch einen kulinarischen Beitrag geleistet: Denn viele der angebotenen Kuchen waren in Steinbacher Öfen gebacken worden.

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