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Wurden für ihre Verdienste ausgezeichnet (v. l.): Rainer Volk aus Buseck, Manfred Boida aus Langgöns, Maren Müller-Erichsen aus Linden und Walter Kwartnik aus Rabenau mit dem Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier.

Vier Vorbilder aus dem Landkreis

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Buseck/Langgöns/Linden/Rabenau (pm). Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat am Dienstag vier Persönlichkeiten aus dem Landkreis Gießen für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement geehrt. Die Ordensverleihung fand im Wiesbadener Schloss Biebrich statt. Mit den Auszeichnungen sollen die hervorragenden Verdienste dieser Personen für das Land Hessen und seine Bevölkerung anerkannt werden.

»Die Persönlichkeiten, die wir ehren, leisten auf unterschiedliche Weise einen wertvollen Beitrag für unser Land und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Sie sind Vorbilder für andere und wir können stolz sein, sie in unserem Land zu haben«, sagte Bouffier.

Rainer Volk aus Buseck bekam den Hessischen Verdienstorden verliehen. Der gelernte Gärtner engagiert sich seit 1964 als Mitglied in diversen Prüfungsausschüssen für angehende Floristen. Er gehört dem Prüfungsausschuss als Vertreter der Arbeitgeber an, dessen Vorsitz er seit Jahrzehnten innehat.

Seine Fachkenntnisse als Gärtnermeister und in der Floristik setze er zudem als Vorstandsmitglied im »Freundeskreis Busecker Schlosspark« ein. Gemeinsam mit seiner Frau hegt und pflegt er den Rosenlaubengang und hat sich intensiv um die Wiederaufstellung der Sonnenuhr gekümmert und hierfür auch private Mittel in die Hand genommen.

»Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit und aller Ehren wert«, unterstrich Bouffier. Volk ist seit 40 Jahren im Vorstand des TV Großen-Buseck aktiv, seit 19 Jahren als Vorsitzender. Im Vorstand des Sportkreises Gießen hat er von 1997 bis 2020 mitgewirkt.

Manfred Boida aus Langgöns erhielt den Hessischen Verdienstorden am Bande. Der 89-Jährige gründete den Gemischten Chor des Gesangsvereins Germania Langgöns, der sich unter anderem für die Verbesserung der deutsch-amerikanischen Freundschaft engagiert. Boida war zudem Motor für eine länderübergreifende Freundschaft zwischen Musikern der Bundes-Musikkapelle St. Ulrich am Pillersee in Österreich und dem Gesangsverein. Durch häufige Besuche und Gegenbesuche entwickelte sich schließlich auf kommunaler Ebene eine Partnerschaft zwischen den Gemeinden St. Ulrich und Langgöns.

»Boida hat mit seinem Engagement einen entscheidenden Beitrag zu gut funktionierenden Beziehungen zu Österreich geleistet«, sagte Bouffier. Boida habe sich zudem in vielfältigen Bereichen finanziell für das Gemeinwohl eingesetzt. So schenkte er der Freiwilligen Feuerwehr Langgöns eine Grillhütte, unterstützte die Feuerwehr und die Langgönser Seniorenwerkstatt, hilft zudem in Not geratenen Menschen mit zinslosen Krediten aus.

Zudem war er maßgeblicher Förderer der Bergwacht, der Bundesmusikkapelle und der Schützenkompanie in St. Ulrich. Für sein soziales und unternehmerisches Engagement wurde er bereits im Jahr 2010 vom Land Tirol mit dem Tiroler Adlerorden ausgezeichnet.

Maren Müller-Erichsen aus Linden erhielt den Hessischen Verdienstorden am Bande. »Da Müller-Erichsen selbst Mutter eines Jungen mit einer geistigen Behinderung ist, hat sie früh erkannt, dass Menschen mit Behinderung stärker gefördert werden müssen«, sagte Bouffier. Seit über 30 Jahren ist sie Vorsitzende der Lebenshilfe Gießen, war acht Jahre lang stellvertretende Bundesvorsitzende der Lebenshilfe. Müller-Erichsen sei bei »einer Vielzahl von Einrichtungen der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung die Pionierin« gewesen. so der Ministerpräsident.

Seit 1994 ist Müller-Erichsen zudem Vorsitzende des Deutsch-Israelischen Vereins für Rehabilitation und soziale Eingliederung für Menschen mit Behinderung und von Behinderung bedrohten Menschen. Zudem gründete sie die »Rosenhofstiftung«, deren Ziel es ist, Menschen mit Behinderung zu mehr Selbstbestimmung zu verhelfen. Ebenfalls war sie zwölf Jahre lang Mitglied des Kreistags.

Walter Kwartnik aus Rabenau wurde das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Der gelernte Konditor und Bäckermeister hat sich in verschiedensten Gremien für seinen Berufsstand eingesetzt, unter anderem über 34 Jahre in der Handwerksorganisation, der Kreishandwerkerschaft Gießen, der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Kreishandwerkerschaften sowie im Berufsbildungsausschuss des Hessischen Bäckerhandwerks, seit 1997 als Vorstandsmitglied des Bäckerinnungsverbandes Hessen und als Mitglied der Tarifkommission.

Seit 1995 ist Kwartnik Mitglied im Meisterprüfungsausschuss. Von 2004 bis 2019 gehörte er als ordentliches Mitglied der Selbstständigenseite der Vollversammlung und von 2009 bis 2019 auch dem Vorstand der Handwerkskammer Wiesbaden an. Weiterhin war er ab 2006 Mitglied des Hessischen Handwerkstages.

Der 70-Jährige setze sich als Gründungsmitglied des Vereins »Region Gießener Land« intensiv für die Regionalentwicklung ein. »Als Experte für das Handwerk steht er mit seinen Kenntnissen für den Erhalt und die Weiterentwicklung regionaler Produkte«, würdigte Bouffier.

Als ehrenamtlicher Richter, Mitglied des Gesangsvereins Liederkranz 1873 Kesselbach, Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Kesselbach, ehemaliger Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes Kesselbach-Odenhausen und als Mitglied bei den Natur- und Fotofreunden, beim DRK Rabenau sowie beim Handels- und Gewerbeverein Rabenau setzte und setzt er sich zudem stets für die Gesellschaft ein. Bouffier abschließend: »Dieses vielfältige Engagement ist beachtenswert.«

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