Für einen gelungenen Saisonabschluss sorgt der Musikzug Staufenberg unter der Leitung von Marlon Esenkan. FOTO: SIW
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Für einen gelungenen Saisonabschluss sorgt der Musikzug Staufenberg unter der Leitung von Marlon Esenkan. FOTO: SIW

Vielen den einzigen Auftritt ermöglicht

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck(siw). Im fünften Jahr der Reihe "Musik im Schlosspark" ging am Sonntag mit dem Auftritt des Musikzugs Staufenberg die Saison zu Ende. "Ich denke, dass im nächsten Jahr eine Fortsetzung erfolgen wird", sagte Bürgermeister Dirk Haas.

"Da wir die Entwicklung der Pandemie abwarten mussten, haben wir später von Monat zu Monat geplant und zur Eingrenzung des Besucheransturms auf eine Werbung in den Tageszeitungen verzichtet", erklärte Haas. Der vorgesehene Start am 4. Juni fiel dem Regen zum Opfer. Das war aber auch schon der einzige von 15 Donnerstags-Terminen, der witterungsbedingt ausfallen musste. Unter den fünf Sonntagskonzerten ist mit "Balladeire" auch eine Veranstaltung des Kultursommers Mittelhessen zu nennen.

"Für das nächste Jahr liegen genügend Anmeldungen von Ensembles vor, darunter auch zahlreiche neue Bewerbungen", berichtete Organisatorin Meike Deibel. Im Corona-Jahr habe es keinerlei Probleme mit den Terminabstimmungen gegeben, da es für die meisten Musikgruppen ohnehin der einzige Auftritt war.

Die 20 Konzerte - von Blues bis Blasmusik - waren eine große Bereicherung für die Musikliebhaber. Aber auch diejenigen, die ansonsten nur bei ihren Einkäufen und Arztbesuchen noch auf andere Menschen trafen, wussten den kleinen Ausflug in die Normalität zu schätzen. Ein Abstandhalten im weitläufigen Park war nicht schwer und lag in der Verantwortung eines jeden selbst.

Der Dank dafür, in diesem besonderen Jahr ein Konzert vor so vielen Zuhörern geben zu können, brachte nicht nur Ilona Schmidt, die Moderatorin des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Staufenberg und des Blasorchesters Lollar, zum Ausdruck. Zumindest zu Konzertbeginn hatten sich trotz des miesen Wetters rund 140 Besucher eingefunden. Die Kälte vertrieb später aber einige. Die Musiker wurden von Schmidt sogar zu einer Klatschrunde animiert, "damit die Hände wieder warm werden". Mit dem "Fliegermarsch" von Hermann Dostal startete das Orchester unter der Leitung von Marlon Esenkan in ein Programm, das keine Wünsche offenließ. Walzer, Polkas und Märsche, dazu ein Udo Jürgens-Medley zum Mitsummen, virtuell ließ man Nenas 99 Luftballons steigen und erinnerte mit dem Schunkellied "In München steht ein Hofbräuhaus" an die Oktoberfestzeit. Nach gut zwei Stunden Live-Musik vom Feinsten verabschiedeten sich die Musiker mit einer "TV-Time". So nannten sie das Medley aus Erkennungsmelodien bekannter Fernsehserien.

Am Mittwoch (30. September) ab 18 Uhr lädt der Kinder- und Jugendbeirat der Gemeinde zu einem Poetry Slam in den Park ein. Newcomer können an diesem Abend spontan zum Mikrofon greifen.

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