Spielerisch werden die Kinder an die biblische Geschichte herangeführt. FOTO: SIW
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Spielerisch werden die Kinder an die biblische Geschichte herangeführt. FOTO: SIW

Vom Verlieren, Suchen und Finden

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck(siw). In Großen-Buseck richteten am Samstag die evangelische Kirchengemeinde und die katholische Pfarrei von Sankt Marien den 22. ökumenischen Kinderbibeltag aus. Zum Auftakt wurde unter der Mitwirkung des Kinderchors Solino (Leitung Christiane Schmuck) ein Familiengottesdienst in der evangelischen Kirche gefeiert. Hier ging es um Verlieren, Suchen und Finden. Die kurzen Spielszenen dazu behandelten jedoch nicht die klassische Bibelgeschichte vom verlorenen Sohn. Vielmehr waren es ganz alltägliche Dinge wie ein Handy ("jetzt sind alle meine Kontakte weg"), die Orientierung ("falscher Plan und der Kompass funktioniert nicht"), der Haustürschlüssel, das Bahnticket und die Geduld.

Selbst ein kleiner Junge war dem "Drehbuch" nach "abhanden" gekommen, da sich die Mutter und ihre Freundin ganz und gar auf den Erwerb von Schuhen konzentriert hatten. Diese Szene bildete schließlich den Übergang zum ausgeschriebenen Thema des Kinderbibeltages "Der verlorene Jesus" und der Botschaft: Gott müssen wir nicht suchen. Er ist immer bei uns.

In der Georg-Diehl-Kita wurde die biblische Geschichte in Gruppen aufbereitet. Die Jüngsten bauten einen Tempel, zu dem viele Menschen (Puppen) kamen. Als der zwölfjährige Jesus erstmals mit seinen Eltern am Passahfest in Jerusalem teilnehmen durfte, verließ er nicht mit den anderen Besuchern den Tempel, sondern blieb und lauschte gespannt den beiden Gelehrten. Hier fühlte er sich Gott-Vater nahe.

Damit kein Kind auf dem Weg zur Kindertagesstätte verlorenging, fasten alle an einem langen Seil an. Wo viele Menschen unterwegs sind, müssen wir aufeinander achten, so der Hinweis.

Über 50 Kinder nahmen teil. Ihre Verköstigung erfolgte erstmals in der neuen Mensa der Goetheschule. Für das Freispiel stand die TV-Halle zur Verfügung. Pfarrerin Claudia Kuhn und Diakon Rudolf Montermann sowie das Vorbereitungsteam waren froh, dass trotz Krankheitswelle so viele Kinder gekommen waren.

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