Für einen Tag wurde die Bahnhofstraße in eine Fahrradstraße umgewandelt. Zahlreiche Radler testeten dieses Angebot. FOTO: CON
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Für einen Tag wurde die Bahnhofstraße in eine Fahrradstraße umgewandelt. Zahlreiche Radler testeten dieses Angebot. FOTO: CON

Verkehrswende: Bahnhofstraße wird für einen Tag zur Fahrradstraße

  • vonConstantin Hoppe
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Was ist eine Fahrradstraße? Diese Frage stand am Samstag beim zweiten Verkehrswendetag in Buseck ganz oben auf der Themenliste.

Fahrräder haben Vorrang - das ist der wichtigste Aspekt in einer Fahrradstraße, wie nun beim zweiten Busecker Verkehrswendetag deutlich wurde. Fahrradfahrer dürfen in solchen Straßen nebeneinander fahren und haben immer Vorfahrt. Bei nicht allzu breiten Straßen dürfen Radfahrer zudem nicht überholt werden, damit sie keiner Gefahr ausgesetzt werden.

"Allerdings sind Fahrradstraßen nicht zwingend frei von Kraftfahrzeugen und das halten wir hier in Buseck auch für unrealisitsch", sagte Beate Allmenröder von der Initiative "Verkehrswende in Buseck" zu den Zielen des Aktionstages. Um zu zeigen, wie eine solche Straße aussehen könnte und sich befahren lässt, wurde die Bahnhofstraße in Großen-Buseck für einen Tag in eine Fahrradstraße umgewidmet. Für den Nahverkehr und die Anwohner war die Straße dabei weiterhin nutzbar.

Fahrrademo entfällt

Von morgens bis in den Nachmittag hinein warteten vier Anlaufpunkte mit verschiedenen Angeboten in Trohe und Großen-Buseck auf Radler. Von Informationen rund um Fahrradstraßen und die Ziele der Initiative über Fahrradcodierungen bis hin zu Probefahrten mit Lastenrädern oder etwas ungewöhnlichen Fahrradmodellen reichte die Palette.

Aufgrund von Covid-19 wurden in diesem Jahr auf die Fahrraddemo und eine zentrale Anlaufstelle verzichtet. "Wir wollten die Veranstaltung in diesem Jahr wegen Corona etwas entzerren und ausdehnen", sagte Allmenröder. Eine genaue Teilnehmerzahl ließ sich daher nicht ermitteln. Die Veranstalter waren dennoch zufrieden: Über den ganzen Tag hinweg kamen immer wieder Radfahrer vorbei und zeigten ihre Unterstützung. "Und auch die meisten Autofahrer fanden die Idee gut", sagte Allmenröder.

Fleißige Radler

Mit Blick auf eine mögliche Verkehrswende stand zur Abschlusskundgebung des Verkehrswendetags das Finale des Busecker Stadtradelns mit einer kleinen Ehrung der fleißigsten Radler an: Insgesamt 189 Radler hatten sich in 29 Teams zusammengefunden und über die vergangenen Wochen über 48 000 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt. Es war übrigens die erste Teilnahme der Gemeinde am Stadtradeln.

Die fleißigsten Fahrer waren die Mitglieder des Teams MTB Riegelweg Alten-Buseck, die gemeinsam 9305 km zurücklegten, gefolgt vom Team der Gemeindeverwaltung und dem Freien Team. Als ausdauerndster Radler wurde Jürgen Häuser ausgezeichnet (MTB Riegelweg Alten-Buseck), der in den letzten Wochen 1517 km auf dem Rad zurückgelegt hat, gefolgt von Karl-Heinz Carlé mit 1052 km und Eckard Körber mit 919 km.

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