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Seit 50 Jahren verheiratet sind Ursula und Ernst-Ludwig Müller.

Im Dorfgeschehen verwurzelt

Ursula und Ernst-Ludwig Müller feiern Goldhochzeit

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Buseck (siw). Spricht man in Alten-Buseck von Elu und Uschi weiß wohl jeder, wer gemeint ist: Ernst-Ludwig und Ursula Maria Müller geb. Zylla. Am heutigen Donnerstag feiern sie das Fest der goldenen Hochzeit.

Die rührigen Eheleute sind im Dorfgeschehen fest verwurzelt. Über das Singen als gemeinsames Hobby hinaus engagieren sie sich seit mehr als drei Jahrzehnten im Vorstand der Sängervereinigung "Germania" Alten-Buseck. In nahezu jedem Ortsverein sind sie Mitglied. 30 Jahre waren sie in der Volkstanzgruppe der TSG aktiv. Den ohnehin großen Bekanntheitsgrad steigerte Ernst-Ludwig Müller durch seine Kandidatur um das Amt des Bürgermeisters der Großgemeinde Buseck 1997. Damals unterlag der Genosse nur knapp mit 111 Stimmen seinem Mitbewerber Erhard Reinl, der anschließend 18 Jahre Chef im Rathaus und damit auch noch zehn Jahre der Vorgesetzte von Müller wurde.

In "Dorfschänke" kennengelernt

Der Jubilar schaut auf 46 Jahre im öffentlichen Dienst zurück, davon 35 Jahre bei der Gemeindeverwaltung, zunächst als Inspektor in Großen-Buseck, ab 1977 als Beamter der Großgemeinde Buseck. In die SPD ist er 1963 (und sie 1976) eingetreten, seine Ausbildung hat der heute 75-Jährige ab 1961 beim Landratsamt Gießen absolviert.

1978 übernahm er für 30 Jahre die Geschäftsführung des Abwasserverbands Wiesecktal. Danach wurden die Geschäfte vom Zweckverband Mittelhessischer Wasserwerke abgewickelt. Gemeindevertreter war er in seiner damals noch selbstständigen Heimatgemeinde Alten-Buseck.

Als Uschi vor 50 Jahren vor dem Standesbeamten "Ja" sagte, war sie 18 Jahre alt. Tags darauf fand die kirchliche Hochzeit statt, gleichzeitig konnte ihr 19. Geburtstag gefeiert werden. Geboren ist sie in Oderfest (Kreis Oppeln) in Oberschlesien. Die Ausreise nach Deutschland erfolgte 1964, der Umzug nach Alten-Buseck 1965.

Nach der Schulzeit fand sie Arbeit bei der ehemaligen Bäckereigenossenschaft Busecker Tal. Daneben half sie den Eltern in der "Dorfschänke", wo sie auch ihren späteren Ehemann kennenlernte. Über Lehrgänge qualifizierte sie sich für Büro- und Fakturierungsarbeiten, fand eine Anstellung bei der Firma Pascoe in Gießen und wurde hier nach einiger Zeit in das Sekretariat der Geschäftsleitung übernommen.

Mit der Geburt von Tochter und Sohn schied sie aus dem Berufsleben aus. Kindererziehung, Haus und Garten und die Mithilfe im landwirtschaftlichen Betrieb der Schwiegereltern summierten sich fortan zu einem "Vollzeitjob".

Von 1998 bis 2013 hat sie für den Service im Bräustübl des Gießener Brauhauses gesorgt, worauf sie heute noch von ehemaligen Gästen angesprochen wird. Ganzer Stolz der Familie Müller sind die vier Enkelkinder.

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