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Topothek was ist denn das? Der Begriff hat nichts mit Diskothek oder Apotheke zu tun und wer ihn googelt, ist schon einmal im richtigen Medium unterwegs. Eine Topothek ist nämlich ein frei zugängliches Online-Archiv. In ganz Deutschland gibt es jetzt fünf davon, in Hessen lediglich eine. Diese wurde nun durch die Gemeinde Buseck freigeschaltet. Mit derzeit 329 Einträgen bietet sie schon jetzt ein abendfüllendes "Unterhaltungsprogramm". Als Vertreterin des Gemeindearchivs hatte Elke Noppes im Hessischen Landesarchiv in Marburg eine Präsentation des EU-Projektes besucht. Sofort war sie Feuer und Flamme. Da der Anbieter, der Verein "Icarus" (Internationales Zentrum für Archivforschung mit Sitz in Österreich), der hessischen Pilotgemeinde die Plattform kostenlos überließ, gab es für Bürgermeister Dirk Haas kein Zögern mehr.

Topothek was ist denn das? Der Begriff hat nichts mit Diskothek oder Apotheke zu tun und wer ihn googelt, ist schon einmal im richtigen Medium unterwegs. Eine Topothek ist nämlich ein frei zugängliches Online-Archiv. In ganz Deutschland gibt es jetzt fünf davon, in Hessen lediglich eine. Diese wurde nun durch die Gemeinde Buseck freigeschaltet. Mit derzeit 329 Einträgen bietet sie schon jetzt ein abendfüllendes "Unterhaltungsprogramm". Als Vertreterin des Gemeindearchivs hatte Elke Noppes im Hessischen Landesarchiv in Marburg eine Präsentation des EU-Projektes besucht. Sofort war sie Feuer und Flamme. Da der Anbieter, der Verein "Icarus" (Internationales Zentrum für Archivforschung mit Sitz in Österreich), der hessischen Pilotgemeinde die Plattform kostenlos überließ, gab es für Bürgermeister Dirk Haas kein Zögern mehr.

Noppes, ebenfalls Vorsitzende des Heimatkundlichen Arbeitskreises, sieht die Topothek als ein willkommenes Werkzeug, um die Geschichte Busecks dauerhaft darzustellen: "Für mich sind Geschichte und Geschichten untrennbar miteinander verbunden. Geschichte so zu vermitteln, dass sie den Anderen in Erinnerung bleibt, gelingt viel leichter mit visuellen Hilfen." Bei der Info-Veranstaltung und der erfolgreichen "Rekrutierung" der ersten Topothekare am Dienstag im Kulturzentrum erläuterte sie anschaulich den Aufbau der Internetseite.

Die Topothek sei ein Spielzeug und ein Arbeitsinstrument gleichermaßen. "Im besten Fall besucht der Enkel mit seinem Laptop die Oma und beide schauen sich gemeinsam die Bilder an und sprechen darüber. Der Enkel lernt dabei etwas über die Heimatgeschichte und wir können vielleicht über ihn noch weitere Informationen zu den Fotos erhalten."

Auch Videos und Audioaufnahmen

Über ein E-Mail-Formular unter der Beschreibung der jeweiligen Abbildung kann dies direkt geschehen (Freischaltung erfolgt durch einen Topothekar). Noch lebende Personen werden nur mit deren Einverständnis namentlich genannt. Aktuell 64 Fragezeichen signalisieren dem Betrachter, wo noch Infos wünschenswert sind. Jeder Archivale ist ein Ausschnitt von Google-Maps beigestellt, die zur lokalen Orientierung den Standort aus der Vogelperspektive zeigt. Themen sind miteinander verlinkt, dadurch entstehen ganze Geschichten. Auch das Einstellen von Videos (ohne Musik, da sonst GEMA anfällt) und Audioaufnahmen sind möglich. Mit dem Satz "D’s Weärrer iass hau schieh. Ich deed geänn in de Waald naus gieh" hat Rita Mattern den Anfang gemacht, denn auch die Heimatsprache gehört zur Heimatgeschichte.

Die Beschäftigung mit den Bildern ohne zeitliche Begrenzung, jederzeit und fast an jedem Ort, ist als ein großer Vorteil gegenüber den stets gut besuchten Vortragsveranstaltungen des Heimatkundlichen Arbeitskreises zu sehen. Man kann die Bilder vergrößern und in Ruhe vieles entdecken, was auf den ersten Blick verborgen bleibt.

Bürgermeister Haas ruft die Bevölkerung dazu auf, mit eigenen Fotos und Dokumenten zum Wachsen der Topothek beizutragen: "Die Topothek lebt von der Beteiligung der Bürger." Noppes schließt sich dem an: "Schaut in eure Alben, eure Schubladen und auf dem Speicher. Ganz sicher findet bisher Unbekanntes Zugang für die Allgemeinheit und vielleicht taucht sogar verloren Geglaubtes wieder auf." Dabei müsse es sich nicht unbedingt um uralte Aufnahmen handeln, auch neuere Bilder seien willkommen.

Damit Noppes die Arbeit nicht alleine machen muss, werden sich etliche Freiwillige einer Schulung zum Topothekar unterziehen, die dann ehrenamtlich die Schätze unter Beachtung des Datenschutzes digitalisieren können. Vereine können mit eigenem historischen Material am Aufbau des Online-Archivs mitarbeiten. "Mit den Beiträgen zu diesem Projekt wollen wir die Vergangenheit in die Zukunft bringen", schreibt Haas im Vorwort der Website.

Stöbern kann man auf der neuen Internetseite www.buseck.topothek.de .

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