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Pfadfinder im Einsatz: Die Beuerner suchen jeden Tag eine neue Route zu ihrem Ziel heraus.

Tiere fangen und Wege suchen

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Buseck (pm). Wer an Ungarn denkt, dem kommen meist zunächst Paprika, Tomaten, Salami, Gulasch, Plattensee und schnurrbärtige Hirten in den Sinn. Dass Ungarn wesentlich mehr zu bieten hat, durften sieben Beuerner Pfadfinder erfahren, die gemeinsam mit 250 weiteren hessischen Pfadfindern für drei Wochen erstmals in den Osten Europas aufbrachen, um dort Land und Leute kennenzulernen.

Zunächst reisten die hessischen Pfadfinder zwar gemeinsam in den Norden Ungarns, teilten sich dort jedoch in kleine Gruppen, die vorab ihr eigenes Erlebnisprogramm geplant hatten. Für die Beuerner Gruppe stand dabei das Wandern im Mittelpunkt, für das es zwar einen Ausgangspunkt und ein Ziel gab, Etappen und Tagesrouten ergaben sich jedoch meist abhängig von Zufall, Lust und Laune. Zudem waren es häufig gastfreundliche Ungarn, die die Gruppe von ihrer Planung abbrachten, indem sie ein Nachtquartier anboten oder zum gemeinsamen Kochen und Essen einluden. Angesichts der nahezu durchgängig schlechten Wetterlage mit viel Regen und Sturm, waren derartige Einladungen sehr willkommen.

Bereits im vergangenen Jahr wurde als Zwischenstation ein mehrtägiger Aufenthalt auf einem Selbstversorgerhof geplant. Statt Ferien auf dem Bauernhof erlebten die Beuerner dort jedoch das reine Chaos. Das Bauernpaar hatte sich zwischenzeitlich getrennt und die verbliebene Bäuerin war mit der Versorgung des Hofes völlig überfordert. Holzhacken, Tiere einfangen, Wege bauen und viele andere Aufgaben erwarteten die Gruppe, welche die unerwartete Herausforderung jedoch fröhlich und gelassen hinnahm.

Sehr entspannt war das Abschlusslager, zu dem sich alle hessischen Gruppen wieder für einige Tage in der Region Eger trafen, um Erlebnisse auszutauschen, auszuruhen, gemeinsam zu spielen, zu werken und neue Freundschaften zu knüpfen. Nach drei Wochen Ungarnfahrt freuten sich zwar alle auf das eigene Bett und die komfortable warme Dusche. Die Zeit der Selbstbestimmung in einer kleinen Jugendgruppe ohne Erwachsene war damit aber beendet.

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