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Die Spielleute der Busecker Schlossremise bieten unter der Leitung von Matthias Schulze eine große Musikvielfalt.

Tasten treffen auf Schlagwerk

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Buseck (siw). Witterungsbedingt fand das 35. Schlosskonzert der Spielleute der Busecker Schlossremise nicht im romantischen Schlosshof, sondern im Feuerwehrgerätehaus statt. Bei den hervorragenden musikalischen Darbietungen und der unerwartet guten Akustik der Fahrzeughalle trat das weniger schöne Ambiente schnell in den Hintergrund. Über 200 Besucher genossen das Konzert, das vom Flömel-Orchester unter der Leitung von Chiara Herzberger mit dem Volkslied "Kling-Klang-Schmied" eröffnet wurde. Hierfür und für die "Fantasie über Hänsel und Gretel" sowie ein Disney-Medley erhielt das Schülerorchester viel Applaus. "Balu, der Bär", kam drum als Zugabe nochmals daher.

Mit dem schmissigen "Northwind Marsch" stiegen die Spielleute der Busecker Schlossremise unter der Leitung von Matthias Schulze ein und überließen nach "The Lazy Song" den "Firebeazz" (Leitung Marcel Fischer) die Bühne. Vor sieben Jahren gegründet, hat die Schlagwerkgruppe noch kein Schlosskonzert ausgelassen.

André Fischer moderierte den ersten Konzertteil. Zu "Ein Kompliment" von den Sportfreunden Stiller (gespielt auf klassischen Schlaginstrumenten, mit Gesang von Bianca Poloschek und Katrin Bürger) sagte er schmunzelnd: "Hören Sie genau zu, hier finden Sie die perfekte Wortwahl, falls Sie Ihrer Liebsten mal ein Kompliment machen möchten."

Als das Spielleute-Orchester nach dem "Bummel-Petrus" die "Fuchsgraben Polka" anstimmte, verriet Fischer, dass er hierzu einen Liedtext gefunden hat. "Der ist unserem Busecker Heimatlied sehr ähnlich." Mit steigendem Tempo und zunehmender Lautstärke interpretierte das Orchester Edvard Griegs "In der Halle des Bergkönigs" und meisterte dabei die schwierigen Passagen mit Bravour. Es folgten "Rio Concho" (mit drei Solo-Trommlern), Brahms Ungarischer Tanz Nr. 5 und das Medley "Mary Poppins".

Die rundum harmonischen Klänge würdigten die Besucher mit lang anhaltendem Applaus. Gedankt wurde ihnen mit der lustigen Zugabe "Champagner Galopp" - für den Sektkorkenknallton wurde das Publikum eingespannt.

Kaum hatten die Harmonika-Junioren aus Krofdorf-Gleiberg (Leitung Eduard Rovner) ihren Gastauftritt mit dem Hit "Go West" eröffnet, wurde die eingängige Melodie von "Memory" aus dem Musical "Cats" von Sturm und Regen begleitet. Den Plan B mit dem Umzug in das Gerätehaus umzusetzen, war also eine gute Entscheidung, die der Vorsitzende Rainer Damm am Vorabend getroffen hatte. Sämtliche Darbietungen der Gäste (für den erkrankten Schlagzeuger sprang Marcel Fischer ein) wurden mit Beifall honoriert. Am Ende gab es noch eine Zugabe mit "Aus Böhmen kommt die Musik" - in diesem Fall aus Krofdorf-Gleiberg. Verbindungsmann dahin war Stefan Poloschek. Ihn kennt man in Buseck bereits als den Mann am Mischpult und als Papa von "Firebeazz"-Sängerin Bianca. "Heute darf ich nicht nur die Knöpfe am Mischpult drücken, sondern auch die schwarz-weißen Tasten." Gerne wieder!

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