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Bärbel Irmer fertigt aus der Bespannung ausrangierter Regenschirme Taschen an. (F.: siw)

Taschen aus Regenschirmstoff und Seifen

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Buseck (siw). Als Bürgermeister Dirk Haas und die Vorsitzende des Landfrauenvereins Großen-Buseck, Doris Rohrbach, den Markt "Busecker Landpartie" eröffneten, war schon ordentlich Betrieb. Zur besten Kaffeepausenzeit hat es dann so richtig "gebrummt".

Das nur einmal im Jahr geöffnete "Landfrauen-Café" ist schon legendär und bildet neben dem Marktgeschehen einen weiteren Besuchermagnet. Beim Eintritt in das Kulturzentrum bot sich den Gästen ein schöner Anblick. Rechts der Eingangstür hatten die Landfrauen eine liebevolle Dekoration aus Obst und Feldfrüchten erstellt, links präsentierten sie "Kräuter, die Apotheke Gottes". Im Foyer und im großen Saal hatten sich die Marktbeschicker viel Mühe mit der Präsentation ihrer Waren gegeben.

Kunsthandwerk und mehr - so die Ausschreibung - umfasste auch leckere Marmeladen und Gelees aus ungespritztem Obst. Die Vielfalt der offerierten Seifen reichte von Gewürz-, Bier- und Pina-Coloda-Kreationen bis hin zur Gärtnerseife. Bei dieser soll Mohnsamen zur gründlichen Reinigung beitragen, heilende antibakterielle ätherische Öle gleich beim Waschen der Hände eventuell vorhandene Kratzer versorgen.

Wer schon die Geschenke zum Weihnachtsfest im Blick hatte, konnte hier und im weiteren facettenreichen Angebot von Schmuck über Kerzen und allerhand Strick- und Nähwaren fündig werden. Auch die "Jahreszeitwerkstatt" vom Hof Friedelhausen war wieder vertreten.

Erster Mann hinter Kuchentheke

Erstmals mit von der Partie war Bärbel Irmer. Seit 2006 fertigt sie aus der wasserdichten Bespannung ausrangierter Schirme Einkaufstaschen. Ein Recycling für den guten Zweck, denn sämtliche Einnahmen (pro Tasche zehn Euro) spendet sie an einen schwer kranken jungen Mann. Am Sonntag hoffte sie nun, die 400. Tasche an den Mann oder an die Frau zu bringen.

Was gab es sonst noch Neues? "Mit Hans Zessin hatten wir zum ersten Mal einen männlichen Kuchenverkäufer," berichtete Rohrbach. Schmunzelnd fügte sie hinzu: "Die Neuzeit beginnt."

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