Das Busecker Freibad. Fest steht: 2020 wird aus dem SWIM-Programm kein Fördergeld fließen - der Fördertopf ist bereits ausgeschöpft. ARCHIVFOTO: CON
+
Das Busecker Freibad. Fest steht: 2020 wird aus dem SWIM-Programm kein Fördergeld fließen - der Fördertopf ist bereits ausgeschöpft. ARCHIVFOTO: CON

SWIM-Fördertopf bereits leer

  • vonred Redaktion
    schließen

Buseck(pm). Die "Initiative Pro Freibad" ist über die Busecker CDU und Freien Wähler verwundert. Die Pläne, die Freibadreaktivierung vom Projekt Wieseckinsel abzukoppeln und durch das Förderprogramm SWIM zu finanzieren, wird aus mehreren Gründen kritisch gesehen. Zudem befürchtet Pro Freibad, dass so Fördermittel aus anderen Ortsteilen abgezogen werden.

Betreiberkonzept über 25 Jahre

Im Zuge des Programms "Stadtumbau" sollte die Wieseckinsel zu einer Sport- und Freizeitinsel umgebaut werden. "SPD-Bürgermeister Dirk Haas hatte das Projekt Wieseckinsel mit der Zustimmung des Parlaments vorangetrieben", schreibt Pro Freibad. "Immerhin sollen die Hälfte der 4,6 Millionen Euro, das wären 2,3 Millionen Euro, aus Fördermitteln des modernen Dorferneuerungsprogramms ISEK für Kernorte kommen. Buseck müsste nach aktuellem Stand maximal 2,3 Millionen Euro zuschießen und hätte eine Sport- und Freizeitinsel, inklusive Freibad und auch Laufbahn."

CDU und Freien Wählern scheint diese Lösung nun aber zu teuer zu sein, vermutet Pro Freibad. "Das wurde in den kommunalpolitischen Gremien deutlich." Für die Freibad-Reaktivierung will die CDU nun das Förderprogramm SWIM anzapfen, alle anderen Projekte auf der Wieseckinsel sollen erneut diskutiert werden. Damit wollen CDU und Freie Wähler auf die Fördermittel aus ISEK verzichten. Diese Gelder können übrigens nicht in anderen Ortsteilen verwendet werden.

Für die Freibadreaktivierung hoffen CDU und Freie Wähler, dass durch SWIM 30 Prozent der Gesamtkosten von rund 2,3 Millionen Euro übernommen werden. Jedoch wird dieses Geld 2020 nicht fließen, da andere Kommunen bereits die Fördertöpfe ausgeschöpft haben. Auch ob 2021 Buseck berücksichtigt werden würde, ist unklar, schreibt Pro Freibad. Die weiteren Reaktivierungskosten wollen CDU und Freie Wähler mit 1,3 Millionen Euro aus der Hessenkasse finanzieren. Diese Hessenkassen-Gelder könnten im Gegensatz zu den ortsgebundenen ISEK-Fördermitteln jedoch auch in anderen Orten als Großen-Buseck verwendet werden. "Dadurch, dass die CDU/FW-Mehrheitsfraktionen gerade diese Mittel im Freibad binden, können sie nicht an anderer Stelle in den Ortsteilen verwendet werden." Zudem blieben 520 000 Euro Kosten an der Gemeinde hängen.

Kritisch sieht Pro Freibad auch, dass es eine Förderung aus SWIM nur dann gibt, wenn ein Betreiberkonzept für die nächsten 25 Jahre nachgewiesen werden kann. "So setzen es die Förderrichtlinien voraus." Da Betreiber der Hallenbadverein werden soll, wäre dieser auf 25 Jahre dazu verpflichten, das Freibad zu organisieren. ›Pro Freibad‹ fragt sich, ob dem Hallenbadverein die lange Verpflichtung zumutbar ist", heißt es in der Pressemitteilung. Die Bürgerinitiative ist weiter der Hoffnung, dass eine gute Lösung für Buseck gefunden wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare