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Die Störche und das ungewollte Anklopfen

  • vonSiglinde Wagner
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Die gute Nachricht kam diese Woche von den Störchen: 29 Brutpaare mit 41 Jungen wurden im Landkreis gezählt. Eines davon wurde in der Nähe der Spitzmühle gesichtet.

Das Brutpaar auf dem hier abgedruckten Bild wurde bereits Ende März abgelichtet. Die Vogelschützer baten damals jedoch darum, den Standort nicht zu veröffentlichen. Denn sie hätten mittlerweile mit "Storchentourismus" zu kämpfen: Immer wieder würden Leute mit schreienden Kindern oder bellenden Hunden die Störche stören, hieß es. Manche Besucher hätten gar am Horst geklopft, um festzustellen, ob dieser besetzt ist. Dies habe schon oft Störche vertrieben.

Besonders die freilaufenden Hunde sind den Natur- und Tierschützern alljährlich ein Dorn im Auge. Appelle, die Hunde an der Leine zu führen und die Wirtschaftswege nicht zu verlassen, fruchten oftmals nicht. Zudem bringt dieses Verhalten auch die Hundebesitzer in Verruf, die sich an alle Vorschriften halten. Übrigens: Immer mehr Störche pfeifen aufs Zugvogeldasein und bleiben auch im Winter in Hessen. Das liegt nicht etwa am Fehlen der Horlofftal- oder Lumdatalbahn, sondern an den für sie verbesserten Bedingungen. "Die sagen, in Hessen ist der Winter für uns mediterran genug, also bleiben wir hier", erklärte der Ornithologe Bernd Petri im vergangenen November bei "Alle Wetter" im HR. Um ein Fußballerzitat passend dazu abzuwandeln: "Mainzlar oder Madrid - Hauptsache warm". siw/FOTO: SIW

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