Die Chorona begeistert bei zwei Konzerten am vergangenen Wochenende weit über tausend Besucher. FOTO: SIW
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Die Chorona begeistert bei zwei Konzerten am vergangenen Wochenende weit über tausend Besucher. FOTO: SIW

Sternstunden des Chorgesangs

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck/Gießen(siw)). Der Chor Chorona ist für sein außergewöhnlich hohes Gesangsniveau, besondere Arrangements und eine ausdrucksstarke Performance bekannt. Diesen Erwartungen wurde er bei den Weihnachtskonzerten am Wochenende einmal mehr gerecht. Weit über tausend Besucher erlebten am Freitag in der St. Albertuskirche Gießen und am Samstag in der evangelischen Kirche Beuern wahre Sternstunden des modernen Chorgesangs. Jedes der unter der Leitung von Dr. Thomas Kreiling zur Aufführung gebrachten 20 Werke war auf seine Art ein Glanzlicht. Begeisterungsstürme entfachten auch die Pianisten Dr. Simon Danckworth und Marco Konrad sowie die solistischen Stimmen.

"Ubi Caritas" ist durch Vertonungen aus Taizé hierzulande populär geworden. Das Arrangement von Frederick Bayani Mabalot, 2018 als Gastchor von den UST Singers aus Manila gesungen, gefiel Kreiling damals so gut, dass er sich um den Kauf der Aufführungsrechte bemühte. "Für so einen engagierten, sympathischen und verrückten Chor ist es mir eine Freude, die Aufführungsrechte als Geschenk zu übersenden," antwortete der Komponist und übersandte die Notenblätter mit persönlicher Widmung.

In andächtiger Ergriffenheit und einem breiten Klangspektrum wurde "Bogoroditse Dievo", ein von Sergei Rachmaninow vertontes Gebet, vom Chor dargeboten. Es folgte mit "Schlaf wohl, du Himmelsknabe du" ein pastorales Stück und mit "Eres tu" eine romantische Liebesklärung.

Ungarischer Zungenbrecher

Dass sich die Sängerinnen und Sänger gut darauf verstehen, den Inhalt der Texte auch mimisch herüberzubringen, wurde bei "Dies irae" (übersetzt: Tag des Zorns) von Ruth Morris Gray besonders wahrnehmbar. Von den Mündern verursachte "Windgeräusche" leiteten zum Wiegenlied "Nightwind lullaby" über. Als ein Zungenbrecher erwies sich das temporeiche, ungarische Tanzlied "Dana-Dana".

Einen "Magic Moment" (Kreiling: "So nennen wir tolle und nicht abgesprochene Einlagen") zelebrierte Danckworth mit einer Reihe von Hits aus 15 Jahren Chorgeschichte. Der "pianistische Rückblick" wurde mit starkem Beifall honoriert.

Bei "Frosty the snowmann" drehte ein als Schneemann verkleidetes Mädchen ihre Runden durch das mit kleinen Lichtern illuminierte und in einem glitzernden Weiß dekorierte Gotteshaus. Dies passte wunderbar zum titelgebenden Song "Eisblumen" in der von Otmar Stangl arrangierten speziellen Chorona-Version. Der Applaus nach "When the saints go marching in" mündete in stehende Ovationen. Eine Zugabe ("We are the World") wurde selbstverständlich gegeben, bevor das gemeinsam mit dem Publikum angestimmte "Stille Nacht" den Abschluss eines mitreißenden Konzertes bildete.

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