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Der Gesamtchor der Eintracht-Germania Großen-Buseck unter Leitung von Renate Schygulla

Steins-Hütten-Festival: Musik kennt keine Grenzen

Buseck (siw). Sommeranfang fühlt sich anders an: Dennoch konnten die Veranstalter des Steins-Hütten-Festivals am Sonntag mit dem Besucherandrang zufrieden sein, denn aufgrund der großen Anzahl der Mitwirkenden war dieser entsprechend ausgefallen.

Mit Klezmermusik aus dem Repertoire von Giora Feidman leiteten die "Shpielrattzen" den musikalischen Nachmittag ein und beschlossen ihn abends mit jüngeren Klezmerstücken und ganz viel Groove. In diesem Ensemble spielt Dr. Ulrich Eskens ebenso wie bei den "Wieseckforellen" Klarinette. Als Sänger steht er in den Reihen des Musikschul-Chors "TONikum". Er hat die Fäden zwischen allen Mitwirkenden geknüpft und sich bei der Organisation des Festivals, wie schon bei der Premiere im vergangenen Jahr, den Hut aufgesetzt.

Über Genregrenzen hinweg, locker-flockig, zur eigenen Freude und der des Publikums, sangen der Männer- und der Frauenchor der Eintracht Germania Großen-Buseck, mal getrennt, mal als Gesamtchor, bekannte Sommer-Sonne-Stimmungslieder: "Zwei kleine Italiener", "Spanische Gitarren" oder die Sonne, die in den Bergen erwacht und bei Capri im Meer versinkt, gingen gradewegs ins Ohr und ließen die kühlen Temperaturen schnell vergessen.

Für Gänsehaut sorgte der Chor TONikum mit "Heast as net" von Alpenrocker Hubert von Goisern. Wie Musik die Zeit überdauert, bewies der Chor mit einer modernen Millsby-Bearbeitung eines 300 Jahre alten Menuetts von J. J. Fux, bekannt unter "Brighten the Day". Alle drei Chöre stehen unter dem Dirigat von Renate Schygulla.

Instrumental erfreuten die "Wieseckforellen" mit drei Arien aus "Figaros Hochzeit" und den sieben Galgenliedern nach Christian Morgenstern, die zum besseren Verständnis den Zuhörern von Eskens erläutert wurden.

"Heute hier und morgen dort" von Hannes Wader sangen die "Young Voices" des Gesangvereins Eintracht Hattenrod unter Leitung von Bonita Hyman. "Wie kann es sein" von den Wise Guys und das afrikanische Siyahamba waren weitere Stücke, die die Gäste aus Hattenrod im musikalischen Gepäck hatten.

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