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Mit dem Spatenstich der Projektbeteiligten beginnt offiziell die Neugestaltung des Troher Sportplatzes.

Startschuss für Sportplatz-Sanierung

  • Jonas Wissner
    VonJonas Wissner
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Buseck (jwr). Es sei ein »besonderer Tag« für die SG Trohe und das ganze Dorf, wurde am Freitagvormittag beim Ortstermin mehrfach betont: Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Beteiligten die grundhafte Sanierung des Sportplatzes nun auf den Weg gebracht, die Arbeiten laufen seit wenigen Tagen.

Die Troher haben auf die Sanierung lange gewartet. Vor knapp zwei Jahren war der Platz, den vor allem die SG Trohe/Alten-Buseck genutzt hatte, laut Bürgermeister Dirk Haas gesperrt worden, nachdem es sogar zu Verletzungen gekommen sei. Das Ende der 1960er angelegte Spielfeld sei »nicht mehr bespielbar, trockenhart« gewesen, sagte Haas vor Ort, »von Rasen konnte man nicht mehr sprechen«.

Lob für Einbindung

Die Vorbereitung der Platz-Erneuerung wurde am Freitag von mehreren Seiten als vorbildlich gelobt. Kreis-Fußballwart Henry Mohr sagte, Buseck sei in dieser Hinsicht eine »Muster-Kommune«, an der sich andere orientieren könnten. Angesichts von insgesamt acht Sportplätzen in der Gemeinde war eine Priorisierung von Sanierungen nötig. Das Besondere an dem Prozess: 2019 wurde mit Beteiligung der Busecker Sportvereine ein Sportstätten-Entwicklungsplan erstellt, um auch die Reihenfolge verschiedener Sanierungen festzulegen. In Kooperation zwischen Planern, Gemeinde und Vereinen habe es dann Workshops und Gespräche gegeben. »Wir haben erkannt, dass es nur zusammen geht«, sagte Haas. Der Dank von SG-Vorstandssprecher Thomas Rühl ging ausdrücklich auch an alle Busecker Fraktionen.

Es sei auch überlegt worden, in Trohe einen Allwettersportplatz anzulegen, doch dies, so Haas, sei mit Blick auf den Bebauungsplan so nicht möglich gewesen. Stattdessen ist der Allwetterplatz nun für Beuern angedacht, doch die Troher kommen zuerst zum Zug. Der neue Rasen soll zu Beginn der nächsten Saison bespielbar sein, wenngleich sich der Baustart etwas verzögert hat.

Die veranschlagten Gesamtkosten belaufen sich auf 750 000 Euro - dies übersteigt die Angebotssumme (665 805 Euro), was der Bürgermeister auf die allgemeine Kostenentwicklung im Baugewerbe zurückführt. Ausführendes Unternehmen ist die Firma Schmitt-Sportplatzbau (Langgöns). Zwei Angebote waren auf die Ausschreibung hin eingegangen.

Die Größe des Spielfelds beziffern die Verantwortlichen der Biebertaler Planungsgruppe (BPG) mit 100 mal 65 Metern. Geplant sind unter anderem eine automatisch gesteuerte Bewässerungsanlage sowie LED-Flutlichter mit geringerer Lichtstreuung als bislang.

Laut Haas soll der Platz in Besitz der Gemeinde noch um ein Kleinspielfeld erweitert werden, man brauche »keine Bedenken zu hegen, dass Kinder hier ausgesperrt werden«. Auch sie sollen Gelegenheit bekommen, das neu gestaltete Areal zu nutzen.

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