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Ein Stand stellvertretend für die Friseur-Innung: Mehr als nur Haare schneiden.

Sprungbrett zum Traumberuf

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Buseck (siw). Warum finden Jugendliche und Betriebe oft nicht zusammen? Manchmal liegt es schlicht und einfach daran, dass sich junge Menschen ein falsches Bild über verschiedene Berufe machen. Ziel der vor zwölf Jahren etablierten Ausbildungsoffensive an der Integrierten Gesamtschule Busecker Tal ist es daher, intensive Aufklärung zu betreiben und Schüler und Unternehmen zusammenzubringen. Und das ist schon einige Mal gelungen. Wie Stufenleiterin Brigitte Wagner berichtete, hat sie an den Info-Ständen der Arbeitgeber zur alljährlichen Kick-Off-Veranstaltung schon mehrmals ehemalige Schüler angetroffen.

Dazu gehört auch Lisa Hansmann. Bis zu den Sommerferien war sie Schülerin der IGS, seit dem 1. August ist sie Auszubildende bei Optik Weis. Ein Gespräch am Info-Stand vor einem Jahr und ein Praktikum führten bei der bald 16-Jährigen zur Entscheidung, Augenoptikerin zu werden. Kleinere Arbeiten in der Werkstatt darf sie schon ausführen, im Verkauf ist sie bislang nur Zuschauerin. Nach wenigen Wochen sagt sie: "Es war die richtige Berufswahl. Außerdem habe ich tolle Kollegen und einen tollen Chef."

Auch Mehriban Ortac hat vor einigen Jahren über die Ausbildungsoffensive den ersten Kontakt zu ihrem späteren Arbeitgeber geknüpft: Im Lebensmittelmarkt von Steffen Preiss wurde sie zur Einzelhandelskauffrau ausgebildet und danach übernommen.

Die Ausbildungsoffensive richtete sich in erster Linie an die Schüler des achten Jahrgangs. Für Unentschlossene aus den neunten Klassen bestand die Möglichkeit, ein zweites Mal dieses Angebot zur Berufsorientierung zu nutzen. Mit Info-Ständen vertreten waren am Donnerstag in der Aula 19 Firmen aus der Dienstleistungsbranche, der Pflege und dem handwerklichen Bereich. Ein eintägiges Praktikum (meist für mehrere Interessierte) bieten 38 Unternehmen an.

Insgesamt stehen 112 Praktikumsplätze zur Verfügung, für die sich interessierte Schüler unter www.betriebsprakti.com schnellstmöglich einwählen sollten. Die Jugendlichen sollen auf diese Weise Anregungen bekommen, über ihre Interessen, Neigungen, Fähigkeiten und schulische Voraussetzungen für unterschiedliche Berufe nachzudenken und erste Erfahrungen in einem Betrieb zu sammeln. Der Schnuppertag kann auch im besten Fall ein "Sprungbrett" für das zweiwöchige Pflichtpraktikum sein. Und am Ende der Orientierungskette steht hoffentlich der Traumberuf.

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