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Spatenstich mit (v. l.) Dirk Haas, Uwe Kühn (Sonnenland-Vorstandsvorsitzender), Renate Renger, Dr. Thomas Buchkamp (Sonnenland-Vorstand) und Eckhard Körber. Foto: siw

Spatenstich für neuen Solarpark

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Buseck(siw). Der Spatenstich ist erfolgt: Mit dem Solarpark Oppenrod errichtet die Bürgerenergiegenossenschaft "Sonnenland" eine weitere Solaranlage auf einer etwa einen Hektar großen Fläche an der A 5 in Richtung Kartbahn. Die rund 2300 Module werden eine Leistung von knapp 750 Kilowatt-Peak erzeugen. Die erwartete jährliche Strommenge von 730 000 Kilowattstunden entspricht dem durchschnittlichen Strombedarf von 200 Haushalten. Sobald die Module und der dazugehörige Wechselrichter montiert und einsatzbereit sind, ist die Photovoltaikanlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz fertiggestellt. Das soll im Dezember der Fall sein. Der Zeitpunkt der sogenannten technischen Inbetriebnahme ist maßgeblich für die Sicherung der dann geltenden Einspeisevergütung.

Aufgrund der langen Lieferzeit für den Trafo, der den erzeugten Drehstrom von 400 auf 20 000 Volt hoch transformiert und die Übergabe in das Mittelspannungsstromnetz managt, wird sich jedoch die wirtschaftliche Inbetriebnahme voraussichtlich bis zum Frühjahr verzögern.

Die erzeugte Energie wird direkt vermarktet und in der Region genutzt. Die Gesamtinvestition von 600 000 Euro wird jeweils zur Hälfte über die Volksbank Heuchelheim und die Mitglieder der Energiegenossenschaft finanziert. Die direkte Beteiligung am Solarpark ist ab einem Betrag von 1000 Euro möglich, wobei die Bürger aus Oppenrod bevorzugt werden. Ortsvorsteherin Renate Renger hofft, dass viele Oppenröder diese Möglichkeit wahrnehmen werden.

Das bereits bei den Solarparks Attenberg in Großen-Buseck (2014), Fernwald-Albach (2013) und Buchenberg (Staufenberg, 2012) praktizierte Beteiligungsmodell hat sich bewährt. Die damaligen Angebote waren jeweils schnell vergriffen, alle Prognosen wurden aufgrund der konservativen Auslegung bislang mehr als erfüllt. Der Zeichnungszeitraum für das nun ausgeschriebene Beteiligungsangebot endet am 30. November (Infos hierzu können über info@sonnenland-eg.de angefordert werden). Das Interesse ist wieder sehr hoch.

"Ich bin froh, dass es nach einigen bürokratischen Hindernissen endlich losgehen kann," sagte Bürgermeister Dirk Haas. Er betonte: "Zu einer Klimakommune gehören Solarparks dazu."

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