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"Bienen" schwärmen durch den Schlosspark - bei der Aufführung des Tänzernachwuchses des TV Großen-Buseck.

Sonnenschein zum Frühlingsfest

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Buseck (siw). Für sein Frühlingsfest hatte der Freundeskreis "Busecker Schlosspark" ein sehenswertes Unterhaltungsprogramm aufgeboten. Auch wenn es am regnerischen Samstag nicht danach aussah, konnten am Sonntag die Besucher den Regenschirm zu Hause lassen. Zum Auftakt lockte die Trommelgruppe "Die Welt" der AWO Jugendhilfe Gießen die vielen Gäste zum Rosenlaubengang, wo Ehrenbürgermeister Erhard Reinl, zugleich Vorsitzender des Freundeskreises, zur Eröffnung sprach.

Danach erfreuten, als Blumen und Bienen kostümiert, 28 kleine Tanzmäuse des TV Großen-Buseck schon allein mit ihrem Anblick. Nach einem weiteren Einsatz der Trommler hieß es für die Besucher einmal in Richtung Schloss umdrehen. Dort hatte neben der Freitreppe der Chor "Felicita" Aufstellung genommen, um unter Dirigat von Torsten Schön einige Lieder anzustimmen. Passend zur Feierlaune wurde der Auftritt mit einem alten französischen Trinklied (Tourdion) beschlossen. Nicht zum ersten Mal gastierte am Teich im Park das Tinko-Theater Gießen: Dem Märchen der Brüder Grimm "Der gestiefelte Kater" verpassten die Schauspieler eine zeitgemäße und witzige Note. Erstaunlich aufmerksam verfolgten die Kinder das Theaterspiel.

Nora Schmidt bezaubert Publikum

Die letzte Stunde im vierstündigen Programm gestaltete Nora Schmidt im Atrium. Der Sängerin mit der markanten Stimme und einem Faible für französische Chansons legte Pianist Tobias Lauber einen musikalischen Klangteppich. Erzieherinnen der Kindertagesstätten Regenbogenland (Beuern) und Georg Diehl und St. Elisabeth (Großen-Buseck) hatten Bastelangebote unterbreitet. Bilder, die das schöne Ambiente des Schlossparks einfingen, hatte Vorstandsmitglied Evelyn Mohr ausgestellt, Gemälde mit ernsterem Charakter Salah Aldlimi, ein Flüchtling aus dem Irak.

Reinl bat um Spenden: "Helfen Sie uns, das wunderbare Kleinod mitzugestalten. Mit einem Einsiedlerhäuschen wollen wir den Park in seiner Funktion als Gartendenkmal noch attraktiver machen. Wir können Ihnen heute den Standort präsentieren und anhand von Fotos zeigen, wie das Einsiedlerhäuschen einst ausgesehen hat." In Anlehnung daran soll das Häuschen als Sonnen- und Regenschutz für Spaziergänger wieder aufgebaut werden. Dafür werden etwa 20 000 Euro benötigt. Konkrete Angaben konnte Reinl noch nicht machen. "Wir sind leider noch nicht soweit, denn es gibt mehr zu bedenken, als wir ursprünglich angenommen haben."

Auf die im Kulturzentrum ausgehängten Pläne, die über den weiteren Wegeausbau im Park und eine dezente Beleuchtung der Lindenallee informierten, wies Bürgermeister Dirk Haas hin. Wie zuvor schon Reinl dankte er den Ehrenamtlichen für die vorbildliche Pflege des Schlossparks. Haas sagte: "Meine Kollegen beneiden mich um den schönsten Arbeitsplatz im ganzen Landkreis."

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