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Sommer und Weigelt bilden Tandem

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Von: Jonas Wissner

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Buseck (jwr). Etliche Städte und Gemeinden im Landkreis Gießen machen sich zurzeit auf den Weg zur »jugendgerechten« Kommune. Um eine entsprechende Kooperation mit dem Kreis einzugehen und auch projektbezogene Fördermittel zu erhalten, ist die Benennung von Jugendbeauftragten der Parlamente eine Voraussetzung. Sie sollen als Bindeglied zwischen Kommunalpolitik und Jugendlichen fungieren und dazu beitragen, dass die Belange junger Menschen im parlamentarischen Alltag präsenter werden.

Für Buseck, das auch wegen des seit 22 Jahren bestehenden Kinder- und Jugendbeirats (KJB) als Vorzeigekommune in Sachen Jugendpolitik gilt, hatte seit einigen Monaten Norbert Weigelt (SPD) kommissarisch als Jugendbeauftragter fungiert. Nun wählten die Gemeindevertreter ein Tandem: Luana Sommer (FW), ehemalige KJB-Vorsitzende, sowie Weigelt, der sich ohnehin für die Einbindung Jugendlicher engagiert.

Sommer unterstrich vor der Wahl, wie wichtig es sei, »auf Augenhöhe mit Jugendlichen zu sprechen«. Diese in der Gemeinde zu halten, sei ein Standortfaktor. Sie wolle nun gemeinsam mit Weigelt das »Scharnier« bilden. Der wiederum betonte: »Ich werde es aber nicht zehn Jahre machen.« Wenn das Thema mehr »ins Rollen« gekommen sei, könne er sich durchaus vorstellen, als Jugendbeauftragter zurückzutreten und einem jüngeren Kommunalpolitiker oder einer -politikerin Platz zu machen. Weigelt bat die Fraktionen, nun jugendpolitische Sprecher zu benennen. Die Wahl des Duos fiel einstimmig aus.

Kein Antrag für »Dorfentwicklung«

Thema war am Donnerstag auch eine mögliche Bewerbung um die Teilnahme am »Dorfentwicklungsprogramm« des Landes. Dabei geht es um vielfältige Möglichkeiten der Belebung von Ortskernen. Im Februar hatte die Gemeindevertretung den Gemeindevorstand beauftragt, bis Ende Mai für Beuern, Oppenrod und Trohe enstprechende Förderanträge für 2021 bis 2028 zu stellen. Dies habe sich aber als »nicht umsetzbar« herausgestellt, teilte Bürgermeister Dirk Haas nun den Gemeindevertretern mit. Unter anderem wäre laut Haas eine Einbeziehung der Gesamtgemeinde nötig gewesen, außerdem hätten alle drei für die Antragstellung angefragten Fachbüros »aus Zeit- und Personalgründen« abgesagt, wie es in der Mitteilungsvorlage heißt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Müller räumte ein, dass die Zeitvorgabe des Parlaments »sportlich« gewesen sei. Er wies darauf hin, dass bei der Antragstellung eine Begleitung durch das Land möglich sei. Es sei sinnvoll, an dem Thema dranzubleiben und eine Bewerbung weiter ins Auge zu fassen. »Es gibt eine Unmenge von Förderprogrammen, man muss das raussuchen, was auf die Kommune passt«, sagte Haas.

Außerdem informierte Haas über die Einwohnerzahl der Gemeinde Stand Ende vergangenen Jahres. Demnach hat Buseck gegenüber Ende 2019 (12 936 Einwohner) leicht zugelegt, liegt nun bei 13 025. Bis auf Trohe seien laut den Daten des Einwohnermeldeamts alle Ortsteile leicht an Einwohnern gewachsen. Großen-Buseck hatte zum Jahreswechsel 5520 Einwohner, Alten-Buseck 3770, Beuern 2007, Oppenrod 987 und Trohe 741.

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