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Der Seniorenkreis und die Fichte

  • vonSiglinde Wagner
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Der Seniorenkreis Oppenrod will sich von Covid-19 nicht komplett "ausbremsen" lassen. Treffen im Bürgerhaus mit 50 Senioren Stuhl an Stuhl gibt es derzeit nicht. Dafür ist dies auf Abstand in Kleingruppen unter freiem Himmel möglich.

Nah am Dorf bieten sich dafür mehrere lauschige Plätzchen mit Tischgarnituren geradezu an, die durch Plastikstühle ergänzt werden. Vier Treffen bei Kaffee und Kuchen fanden bereits statt. "Die Damen aus Großen-Buseck, die zu den Stammgästen des Seniorenkreises Oppenrod zählen, laden wir demnächst noch ein", versprechen Renate Renger und Anke Gaub.

Der Ort des jüngsten Beisammenseins hat für Alfred Mohr, geboren 1936, eine besondere Bewandtnis. Die Fichte hatte seine Mutter 1933 bei allgemeinen Aufpflanzungen gesetzt, später wurden drei der Bäumchen umgesiedelt, zwei gingen ein. Die verbliebene jetzt 87 Jahre alte Fichte steht am Wegesrand auf Mohrs Gartengrundstück. Durch den unterirdisch verlaufenden Graben haben die Wurzeln vermutlich immer genügend Wasser ziehen können.

Da die Jahreszahl 1933 einen schlechten Beigeschmack hat, weist Mohr vorsorglich darauf hin, dass die Pflanzungen nichts mit der Politik und Adolf Hitler zu tun hatten.siw/FOTO: SIW

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