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Ortstermin am Krebsbach: Während derzeit kaum Wasser im Bachbett fließt, kam es hier erst 2018 zu größeren Überschwemmungen.

Schritt zu mehr Hochwasserschutz

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Buseck (con). Bereits seit mehr als drei Jahrzehnten beschäftigt das Thema des Hochwasserschutzes die Einwohner von Beuern. Gerade der Bereich "Fünfhausen" ist immer wieder von Überschwemmungen betroffen. Doch seit einigen Monaten zeichnet sich endlich eine Lösung für das Problem ab, wie Bürgermeister Dirk Haas zur Ortsbegehung am Samstag berichtete. Im Gemeindehaus Beuern stellte er die Planungen vor rund 50 Teilnehmern der Ortsbegehung vor:

Vorgesehen ist, die Zuflüsse des von Allertshausen kommenden Krebsbachs und des aus Richtung Geilshausen fließenden Mönchswiesengrabens oberhalb von "Fünfhausen" zu trennen. Das Wasser des Krebsbachs soll dann weiterhin durch die Ortslage im bisherigen Bachbett fließen, während der Mönchswiesengraben durch das meist trocken liegende Bachbett in der Talsohle geleitet werden soll.

Suche nach neuem Baugebiet

Im Zuge der Umleitung soll der Mönchswiesengraben auch renaturiert werden: Um die Eigendynamik des Wassers zu fördern, sollen Störelemente in Form von Wurzelstöcken oder Baumstämmen eingesetzt werden. Allerdings kommt auch mit dieser Lösung die Stelle, an der sich Krebsbach und Mönchswiesengraben wieder vereinigen und weiter in Richtung Großen-Buseck fließen werden und wo es dann eng wird: "Hier hoffen wir auf eine Wasserrückhaltung durch natürliche Gegebenheiten", sagte Haas. Wann die Arbeiten hier allerdings losgehen können, steht noch nicht fest: Zuerst muss der Förderbescheid des Landes Hessen bei der Gemeinde Buseck eingehen - erst dann könnten die Arbeiten beginnen, sagte der Bürgermeister.

Aber nicht nur der Hochwasserschutz war Thema der Ortsbegehung: Wie auch in vielen anderen Ortsteilen beschäftigt die Ausweisung neuer Bauflächen die Einwohner von Beuern. Hierzu fragte der Ortsbeirat die Gemeinde an, ob Flächen im Bereich des "Steiner Wegs" nicht als Bauland ausgewiesen werden könnten. "Das ist naturschutzrechtlich sehr schwierig, da es sich bei den betroffenen Grundstücken um Streuobstwiesen handelt", sagte Haas. Allerdings werden auch noch weitere Flächen in der Beuerner Gemarkung geprüft, zum Beispiel im Gebiet "An der Hohl".

Letztlich beschäftigt auch der Zustand der Ortsdurchfahrt die Beuerner: Die Straße ist an vielen Stellen in einem schlechten Zustand und von Rissen durchzogen. Wie bereits von dieser Zeitung berichtet, betrifft das Problem auch andere Landesstraßen in der Gemeinde: "Hier gibt es ein Kommunikationsproblem mit Hessen Mobil", sagte Haas. "Es gibt keinen eindeutigen Ansprechpartner und man wird von einem zum anderen weitergeleitet". Auf entsprechende Anfragen der Gemeinde gingen schon seit Monaten keine Antworten des Straßen- und Verkehrsmanagements von Hessen Mobil ein. Wann sich die Situation hier ändert, kann daher leider noch nicht gesagt werden - denn für die Erneuerung der Landesstraßen ist Hessen Mobil zuständig. Die Gemeinde darf hier nicht selbst aktiv werden.

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