Sammler- und Hobbywelt

Aus der Sammler- und Hobbywelt soll für sechs Millionen Euro ein Erlebnispark werden

  • schließen

Lange war unklar, wer die Käufer der Sammler- und Hobbywelt sind und was sie vorhaben. Nun haben sie ihre Ideen vorgestellt. Läuft alles nach Plan, rechnen sie mit 25 000 Kunden – pro Monat.

Lange war die Frage offen, wofür das Areal der inzwischen ausgeräumten Sammler- und Hobbywelt in Alten-Buseck künftig genutzt werden soll. Nun herrscht allmählich Klarheit über die Pläne: Auf einer Gesamtfläche von rund 7200 Quadratmetern wollen Gießener Investoren einen zweigeschossigen "Erlebnispark" für Kinder und Erwachsene umsetzen. "Jumping-Park", Hindernis-Parcours, Laser-Tag, Autoscooter mit Luftkissenfahrzeugen, ein Klettergerüst und mehr seien geplant, erläuterten Diyab Demir und Hikmet Ay am Freitag im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen.

Ay ist gemeinsam mit seiner Frau Katharina Möllmann an dem Projekt beteiligt. Die Gründung einer GmbH durch die Investoren werde bald folgen, hieß es bei dem Gespräch. Der Erlebnispark werde auch über eine Bar im Erdgeschoss sowie einen Café-Bereich und einen Schnellimbiss verfügen. Auch die Buchung einzelner Räume für Geburtstagsfeiern sei angedacht.

Investitionen von sechs Millionen Euro sind geplant

Zur Kaufsumme für das Gebäude und den Außenbereich wollten sich Demir und Ay nicht äußern, wohl aber über ihre Investitionen: Geplant sei, rund 6 Millionen Euro in das Projekt zu stecken. Ay ist gelernter Steinmetz und arbeitet, wie er erläutert, in der Baubranche. Demir hat nach eigenen Angaben einen Frisörsalon betrieben und war im Gastro-Bereich tätig. Einen Betrieb dieser Größe zu planen, ist für sie offenbar noch Neuland. "Wir geben uns wirklich Mühe, dass hier etwas Schönes für Familien entsteht", sagt Demir.

Bis zur Umsetzung der ehrgeizigen Pläne gibt es allerdings noch ein paar Hürden. Am Freitagmorgen hatten die Investoren einen Termin bei Bürgermeister Dirk Haas (SPD), um ihre Ideen zu skizzieren. "Sie haben zugesagt, ein konkretes Konzept auszuarbeiten, das den Gremien dann zur Änderung des Bebauungsplanes vorgelegt wird", äußerte sich Haas im Anschluss.

Bebauungsplan einst auf eine Sammlung zugeschnitten

Zwar ist die Gemeinde nicht Eigentümer des Areals. Allerdings war der Bebauungsplan laut Haas einst auf die Nutzung für eine Sammlung zugeschnitten worden, daher müsse er nun geändert werden. Möglicherweise müssten noch weitere Stellplätze geschaffen werden, auch über den Brandschutz sei noch zu reden.

Dem Bürgermeister zufolge könnte die Änderung des Bebauungsplans in der übernächsten Sitzungsrunde Thema sein. Zuletzt habe es einige Anfragen an ihn gegeben, warum kürzlich Bäume auf dem Gelände gefällt worden seien, sagt Haas. Die Fällungen im Februar seien auf dem privaten Grundstück aber rechtlich nicht zu beanstanden.

25 000 bis 30 000 Kunden – pro Monat

Das Konzept könne man binnen weniger Wochen vorlegen, versicherten die Investoren. Zurzeit arbeiten sie selbst schon im Innenbereich, auch mit ausführenden Unternehmen sei man sich bereits einig geworden. "Je schneller die Gemeinde in die Pötte kommt, desto besser", sagte Demir. Er und Ay halten es für machbar, bis Ende des Jahres mit dem Umbau fertig zu sein. Die Gestaltung des Außenbereichs solle dann im kommenden Jahr folgen. Erstmals seien sie im vergangenen Herbst im Busecker Bauamt vorstellig geworden, den Kaufvertrag mit der bisherigen Inhaberin habe man vor gut zwei Wochen geschlossen.

Wenn sie ihre Ideen wie vorgesehen umsetzen können, wollen die Neubesitzer damit 25 000 bis 30 000 Kunden aus der Region anlocken – pro Monat.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare