Rainer Volk beim nahezu täglichen Bewässern der Pflanzen im Schulgewächshaus der IGS Busecker Tal. FOTO: SIW
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Rainer Volk beim nahezu täglichen Bewässern der Pflanzen im Schulgewächshaus der IGS Busecker Tal. FOTO: SIW

Rainer Volk kümmert sich

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck(siw). Was passiert eigentlich im Schulgewächshaus der Gesamtschule Busecker Tal (IGS), nachdem die Schüler vor Wochen pandemiebedingt ins Homeoffice geschickt wurden? Nichts wäre die falsche Antwort. Denn Rainer Volk ist regelmäßig dort im Gewächshaus tätig.

"Das ökologische Saatgut war schon gekauft. Vielleicht wäre es im nächsten Jahr auch noch aufgegangen, aber besser ist es natürlich, die Aussaat jetzt schon vorzunehmen", sagt der Fachmann. Der "kurze Dienstweg" zwischen Schule und Generationenwerkstatt hat sich wieder einmal bewährt. Volk, der zuvor schon bei der Durchführung der beiden Schulgarten-Arbeitsgemeinschaften die Lehrer Christine Horn und Martina Rompf "praxisorientiert" unterstützt hat, nahm sich der Sache an.

Nach dem Aussäen ist er derzeit mit dem Bewässern und Pikieren beschäftigt, darunter versteht man das Verpflanzen von zu dicht stehenden Sämlingen auf größere Abstände. Fast täglich, aber mindestens alle zwei Tage ist er dort für eine Stunde im ehrenamtlichen Einsatz. Das macht er gerne, wie der Floristik-Meister sagt.

Der Schwerpunkt der gezogenen Pflanzen liegt auf Gemüse. Herangezogen werden grüne und gelbe Zucchini, Wassermelonen, Paprika und verschiedene Sorten von Kürbissen und Tomaten. Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Basilikum oder Borretsch und natürlich auch einige Blumenpflänzchen wachsen in den Töpfen. In Bio-Erde, das verstehe sich von selbst, sagt Volk.

Pflanzenmarkt findet statt

Die Erde stellt der benachbarte Biolandhof der Lebenshilfe zur Verfügung. Es herrsche ein gutes Miteinander. Dies wird auch zukünftig den Kindern der neuen Bauernhof-Kita zugutekommen. Diese sollte ursprünglich am 16. März, just zum Schließungsdatum aller Kitas, mit den ersten Kindern an den Start gehen. Die Kleinen dürfen sich künftig auch im Schulgewächshaus umsehen. Direkt davor sind bereits die Erdarbeiten für das Anlegen ihrer Beete im vollen Gange. Zunächst ein überschaubares Stück, das aber bei Bedarf vergrößert werden kann. Die Platzverhältnisse dafür sind ideal.

Das Gewächshaus der IGS, für das in normalen Zeiten die zwei Schulgarten-AGs mit Schülern der Gesamtschule zuständig sind, ist gut bestückt. Was passiert aber mit den Pflanzen, wenn der von der Schule für den 11. Mai geplante Tag der offenen Tür mit der Abgabe der Pflanzen nicht stattfinden kann? Auch dafür hat Volk eine Lösung: "Dann machen wir das von der Generationenwerkstatt." Natürlich unter Einhaltung der Abstandsregeln, sagt er. Auch in diesem Fall wird die Abgabe gegen Spenden erfolgen. Das Geld fließt in den Erwerb von ökologischem Saatgut. Über 300 Euro werden dafür pro Jahr verausgabt.

Aufgrund der stets erfreulich großen Resonanz erfolgt die Abgabe der Pflanzen nur in haushaltsüblichen Mengen. An welchem Tag und zu welcher Uhrzeit sich die Stammkunden und weitere Interessierte, ausgestattet mit eigenen Körben und Kisten, dann am Gewächshaus anstellen können, wird rechtzeitig mitgeteilt.

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