Hier in Oppenrod soll bald gebaut werden, wird das Baugebiet Rahberg II entstehen. FOTO: CON
+
Hier in Oppenrod soll bald gebaut werden, wird das Baugebiet Rahberg II entstehen. FOTO: CON

Rahberg II wird vorangetrieben

  • vonConstantin Hoppe
    schließen

Buseck(con). Wie geht es weiter im Baugebiet Rahberg II in Oppenrod? Dieser Frage gingen die Mitglieder des Bau-, Landwirtschafts-, Energie-, Umwelt- und Verkehrsausschuss der Gemeinde Buseck am Montag im Rahmen ihrer Sitzung nach.

Und dafür nahmen sie sich einige Zeit: Bereits rund anderthalb Stunden vor Sitzungsbeginn fanden sich die Mitglieder in Oppenrod ein, um die Fläche zu begehen. Dabei wurden auch die Ergebnisse des Workshops präsentiert, an dem am 8. Juni neben dem Investor auch Vertreter der Fraktionen, des Ortsbeirats, der Verwaltung sowie der Bürgermeister teilnahmen. Planziel ist es, auf der Fläche ein allgemeines Wohngebiet zu schaffen, in dem eine Bebauung durch ein- bis zweigeschossige Gebäude möglich ist. Dabei wird die Firsthöhe der Gebäude entsprechend der Topografie angepasst und beträgt je nach Baufenster 8,50, 9,50 oder 11,50 Meter.

Erschlossen wird das Gebiet mit einer Ringstraße ab der Turnstraße, vonseiten der Beethovenstraße folgt eine zweite Erschließungsstraße, die direkt neben dem Friedhof entstehen soll. Eine Planungsalternative sah zudem eine dritte Erschließungsstraße aus Richtung der Straße "Zum Steinberg" vor - diese wurde aber abgelehnt. Eine Frage, die viele Teilnehmer am Montag umtrieb, war das Schicksal der Obstbäume die in direkter Nähe zum Friedhofsgelände stehen. Hier konnte Planer Mathias Wolf aber die Sorgen etwas entkräften: Die Bäume sollen nach Möglichkeit erhalten bleiben.

Bei sieben Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen wurde den Planungen zugestimmt. Als nächster Schritt steht damit die Offenlage an.

Und schon gleich der nächste Punkt könnte weitere Auswirkungen auf die aktuellen Planungen haben: Denn Neubauten in Buseck sollen in Zukunft immer mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet werden. Die Mitglieder des Bau-, Landwirtschafts-, Energie-, Umwelt- und Verkehrsausschusses stimmten alle für einen entsprechenden Antrag der Freien Wähler (FW). Demnach sollen bei allen privaten oder gewerblichen Gebäudedächern entsprechende Anlagen in den Bebauungsplan aufgenommen werden. Es gilt dabei das Abwägungsgebot unter Würdigung der örtlichen Situation.

Durch diese Maßnahme sollen CO2-Emissionen nachhaltig reduziert werden. "Häuslebauer würden durch die Anlagen mit durchschnittlich 6000 Euro mehr belastet werden", erklärte Immo Zillinger von der antragstellenden Fraktion über die finanziellen Auswirkungen. Das sei angesichts der übrigen Kosten bei einem Hausbau nur eine geringe Kostensteigerung. Sollte die Gemeindevertretung den Antrag am Donnerstag beschließen, hat dies Auswirkungen auf alle weiteren Bebauungspläne.

Es geht weiter in Beuern

Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks am Dörfelsweg in Beuern kann es jetzt langsam weitergehen: Planziel ist es hier, das Gebiet als allgemeines Wohngebiet auszuzeichnen. Entstehen könnten hier elf Wohnhäuser mit insgesamt 18 Wohnungen. Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten bei vier Enthaltungen mehrheitlich für den Entwurf des Bebauungsplans - nach der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag kann dann die Offenlage der Planungen erfolgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare