Das Orchester der Spielleute der Busecker Schlossremise unter der Leitung von Matthias Schulze. FOTO: SIW
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Das Orchester der Spielleute der Busecker Schlossremise unter der Leitung von Matthias Schulze. FOTO: SIW

Publikum singt mit

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck/Fernwald(siw). Mit viel Schmackes präsentierten die Spielleute der Busecker Schloßremise zur Eröffnung des Neujahrskonzertes den tschechischen Marsch "Nás Velitel" (Unser Kommandant). Die Leitung hatte Matthias Schulze inne. Das war ein Auftakt nach Maß.

Aus dem Schülerorchester rückte der 15-jährige Timo Steuernagel in die Reihen der Spielleute auf, spielte erstmals im Schlagwerk des großen Orchesters. Hanna Herzberger, die sich im ersten Konzertteil mit André Fischer die Moderation teilte, trat damit in die Fußstapfen ihrer Mutter Martina Herzberger.

Hoftore öffnen

Bürgermeister Dirk Haas zog eine positive Bilanz für 2019 und ging kurz auf die Vorhaben 2020 ein. Für seine Bemerkung, es gäbe zu viele Autos und zu wenig Hoftore, die aufgehen, um sie hineinzufahren, erhielt er spontan Applaus.

Mit dem musikalischen Vergnügen ging es weiter mit den Spielleuten und "The Riddle", "A Whole New World" (aus "Aladdin"), "Summer Of ’69" und "Hey Soul Sister". Eines der Glanzlichter in einem durchweg niveauvollen und abwechslungsreichen Konzert war die schmissige "Feuerfest Polka" von Josef Strauß. Im Kontrast dazu stand "Mambo No. 5".

Beim "Bozener Bergsteiger Marsch" war das Publikum zum Mitsingen aufgefordert. Der Text, aus verschiedenen Versen von Schulze zusammengestellt, lag auf den Stühlen aus. Erstaunlich kräftig sangen die Gäste diese inoffizielle Hymne der Südtiroler mit. Dann zeigte sich, dass die "Petersburger Schlittenfahrt" auch ohne Schnee ein Genuss sein kann. Mit dem Champagner-Galopp und einem letzten Plopp (für das Sektkorkenknallen) aus dem Mund der Gäste ging es in die Pause.

Locker-leicht spielte sich das Blasorchester der TSG Steinbach durch die verschiedenen Genres und ließ dabei gleich drei Premieren erklingen, darunter "Im Winter 1730" von James Swearingen. Diese beeindruckende Aufführung brachte die Register des Orchesters deutlich zum Vorschein und begann - für ein Blasorchester ungewöhnlich - mit einem Blockflötenspiel.

Wie Carsten Schäfer informierte, hatte die unter der Leitung von Alexander Fischer stehende Formation einige Stücke aus ihrem Dezember-Repertoire von "Musik unter dem Turm" mitgebracht und gab mit den Premieren eine Vorschau auf das eigene Neujahrskonzert in 2021.

Radetzky-Marsch

Das im November vor 2500 Zuschauern beim "Tattoo in Mittelhessen des Musikcorps Großen-Linden" in der Rittal-Arena Wetzlar zelebrierte "Celtric Crest" wurde nun vom Blasorchester Steinbach und den Spielleuten energiegeladen vor fast 300 Gästen interpretiert. Ein wirklich grandioses musikalisches Erlebnis, das die sichtlich beeindruckten Zuhörer mit lang anhaltendem Beifall honorierten. Dem Klassiker "Alte Kameraden" folgte als zweite Zugabe - ganz wie es Tradition ist - der Radetzky-Marsch. Ein würdiger Abschluss eines Konzertes, das keine Wünsche offenließ.

Hanna Herzberger begrüßte unter den Gästen besonders Dr. Edzard Müller. Ihm dankte sie für seine erneut großzügige Spende von 1000 Euro für die Arbeit des Schülerorchesters.

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