Dieser überladene Lastwagen wird von der Polizei aus dem Verkehr gezogen. FOTO: POLIZEIPRÄSIDIUM MITTELHESSEN
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Dieser überladene Lastwagen wird von der Polizei aus dem Verkehr gezogen. FOTO: POLIZEIPRÄSIDIUM MITTELHESSEN

Polizei nimmt Raser und Lkw ins Visier

  • vonred Redaktion
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Buseck/Reiskirchen/Grünberg(pm). Die Polizei hat am Mittwoch entlang der A 480 und der A 5 Raser ins Visier genommen. Die Beamten kontrollierten auf der Tangente der A 480, die vom Gießener Nordkreuz zum Autobahndreieck Reiskirchen führt. Darüber hinaus schauten sich die Spezialisten der Polizeiautobahnstation Mittelhessen auch Laster genau an, die auf der A 480 und der A 5 in Richtung Norden unterwegs waren. Die Kontrollen wurden auf der nahegelegenen Raststätte Reinhardshain Süd durchgeführt. Unterstützung gab es durch die Bereitschaftspolizei Lich.

Auslöser für die am Mittwoch durchgeführten Kontrollen und Geschwindigkeitsmessungen waren unter anderem die vielen Unfälle, bei denen die Geschwindigkeit als Ursache festgestellt wurde. Zwar gingen diese Unfälle 2019 auf den mittelhessischen Autobahnen leicht zurück. Trotzdem ist die Geschwindigkeit im Vergleich weiter deutlich die Unfallursache Nummer Eins, erläutert ein Sprecher des Polizeipräsidiums.

Vor- und nachmittags fuhren etwa 3150 Fahrzeuge durch die Messstelle, die kurz vor dem Autobahndreieck Reiskirchen in Richtung Osten aufgebaut war. Auf diesem Teilstück, auf dem 80 Kilometer pro Stunde erlaubt sind, war rund ein Drittel aller Fahrzeuge zu schnell unterwegs. Für etwa 500 Verkehrsteilnehmer ging die Messung relativ glimpflich aus. Sie erwartet ein Verwarnungsgeld. Teurer wird es für 373 Verkehrsteilnehmer. Auf sie kommt ein Bußgeld zu.

Weitere 129 Fahrerinnen und Fahrer waren so schnell unterwegs, dass sie mit einem Fahrverbot rechnen müssen. 16 aus dem Ausland kommende Autofahrer mussten eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

Falsch beladen

Ein weiterer Grund für die Kontrollen lag in dem hohen prozentualen Anteil von Lkw-Fahrern bei den 2019 aufgenommenen Unfällen. Auf den Autobahnen in den Landkreisen Wetterau, Lahn-Dill und Gießen waren Lasterfahrer an 40 Prozent der Unfälle beteiligt. Dieser Wert ist beachtlich, da der Anteil der Brummifahrer am Gesamtverkehr nur bei etwa 13 Prozent liegt. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass etwa Dreiviertel aller Unfälle, an denen die Laster beteiligt waren, von ihnen verursacht wurde.

Deshalb hatten die Mitarbeiter der Polizeiautobahnstation aus Butzbach parallel zu den Geschwindigkeitsmessungen ein Auge auf die Lasterfahrer, die in diesem Bereich in Richtung Kassel unterwegs waren. Sie wurden auf der Raststätte Reinhardshain kontrolliert.

Von den vier überprüften Lastern durften drei nicht weiterfahren. Die Polizisten stellten an den Lkw teils erhebliche Mängel fest. Beispielsweise war ein Laster, der mit landwirtschaftlichen Maschinen unterwegs war, in der Höhe falsch beladen. Die Strafe beläuft sich auf 1550 Euro. Zudem musste die Spedition den Sattelzug umladen.

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