Personelle Engpässe in der Einsatzabteilung

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck (siw). Wegen der Pandemie mussten sämtliche Vereinsaktivitäten sowie die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oppenrod ausfallen. »Das Jahr 2020 war in Bezug auf die Übungs- und Einsatzzahlen zwar kein anstrengendes Jahr, aber aufgrund der ungewohnten und nicht vorhersehbaren Situation sehr schwer zu meistern und Neuland für uns alle«, konstatieren Wehrführer Sascha Mühlnikel und sein Stellvertreter Marcel Döring rückblickend.

Insgesamt wurden 31 Einsätze (Vorjahr 49) verzeichnet. Absolviert wurden zwölf Brandeinsätze, fünf Hilfeleistungseinsätze, 13 Fehlalarme und ein Brandsicherheitsdienst. Stellenweise kam es zu personellen Engpässen.

Thomas Döring nun »im Ruhestand«

Anfang 2021 hat Thomas Döring nach 43 Dienstjahren (davon acht Jahre im Amt des Jugendwartes und zwölf Jahre als Wehrführer) die Einsatzabteilung verlassen. Wolfgang Theiß wird noch im Februar in die Alters- und Ehrenabteilung übergehen. »Sobald es die Situation zulässt, sollen beide gebührend aus unseren Reihen verabschiedet werden«, erklärt Wehrführer Mühlnikel. Bedingt durch einen Wohnortwechsel ist Luisa Zecher aus der Einsatzabteilung ausgeschieden und Lars Becker steht aufgrund seines auswärtigen Studiums vorerst nur eingeschränkt zur Verfügung. Als Nachrücker aus der Jugendfeuerwehr konnten Sarah Girnhard und Lara Lenz begrüßt werden. Beide wollen so schnell wie möglich ihren Grundlehrgang absolvieren, damit sie auch vollumfänglich als Einsatzkräfte eingesetzt werden können.

Die ungenügende Zuteilung der Lehrgangsplätze war schon in den Vorjahren beklagt worden. Für 2020 wurden insgesamt sieben Lehrgänge von vier Einsatzkräften angemeldet, bei denen die Oppenröder entweder keine Zusage bekamen oder die wegen Corona abgesagt werden mussten. Immerhin hat es Marcel Döring geschafft, eine von zwei Wochen seines Zugführerlehrgangs in Kassel zu absolvieren, bevor diese ihren Betrieb einstellen musste. Intern konnten zwölf Übungen ausgerichtet werden.

2020 ergänzte die Ortsteilfeuerwehr die Ausrüstung um einen gebrauchten Druckbelüfter und eine Wärmebildkamera. Am Gerätehaus wurde eine Terrasse angelegt. Sämtliche Arbeiten und Kosten übernahm die Gemeinde. Einen kleinen Beitrag für die Bepflanzung trug der Feuerwehrverein. Als Mund-Nase-Schutz für die Einsatzabteilung fehlte, warf UIrike Spaar ihre Nähmaschine an - und ersparte dem Verein über 200 Euro.

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