Passt Kleinmühle zum Neugestaltungskonzept?

  • vonConstantin Hoppe
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Buseck (con). Sie ist schon lange Gespräch in Buseck, die Neugestaltung der Wieseckinsel im Rahmen des Förderprogramms »Stadtumbau«. Nun machten die Fraktionen von CDU und Freien Wählern in der Sitzung des Bauausschusses einen neuen Vorstoß, das Entwicklungskonzept für die Wieseckinsel zu aktualisieren und zu überarbeiten.

Die beiden Fraktionen verfolgen damit eine ganze Reihe von Änderungen bei der Entwicklung des Bereichs: So soll insbesondere der südliche und etwas tiefere Teil der Wieseckinsel ökologisch aufgewertet werden. Außer der pflanzlichen Aufwertung sollen dabei Pläne wie eine Aussichtsplattform, eine Flussterrasse sowie Parks nicht weiterverfolgt werden. Dagegen soll für die Revitalisierung des Mühlgrabens auch der Bereich Kleinmühle mit in das Entwicklungskonzept aufgenommen werden.

Kräutergarten und Wasserspielplatz

Dort sehen CDU und FW die Möglichkeit für Kooperationsprojekten mit Kitas und Grundschulen. So könnten ein Kräutergarten, ein Kneippbecken sowie ein Wasserspielplatz einen Platz finden, ebenso existiert die Idee eines »Hauses der kleinen Forscher« in den Bestandsgebäuden der Mühle.

Zur Weiterentwicklung der Standorte und Angebote, der Infrastruktur der Kita Georg-Diehl und der Goethe-Grundschule sollen im Rahmen des Stadtumbauprogramms zudem die Flächen zwischen Wilhelmstraße und Kaiserstraße und angrenzend zur Wieseck überplant werden. Ziel soll sein, ein »zukunftsweisendes Konzept« für Grundschule und Kita zu schaffen, das dem erhöhten Raum- und Ausstattungsbedarf für beide Einrichtungen Rechnung trägt.

Die bereits beschlossene Reaktivierung des Freibads soll von den Änderungen nicht betroffen sein, es soll zudem für die nahe Wieseckbrücke ein Ersatzneubau geschaffen werden. Die Änderungen im Konzept sollen entsprechend der Förderbedingungen mit dem Land Hessen abgestimmt werden. Auch eine Bürgerbeteiligung soll erfolgen.

»Wenn wir jetzt meinen, wir könnten noch die Kleinmühle in das Konzept mitaufnehmen, fürchte ich, dass wir das ganze Verfahren wieder von vorne angehen müssen«, kritisierte Wolfgang Dörr (SPD). »Bedingung war immer die Bürgerbeteiligung für die Ideen für das gesamte Areal, da war die Kleinmühle nie mit aufgenommen.« Deshalb empfahl er, die Ideen rund um die Mühle herauszunehmen und dafür lieber ein weiteres Verfahren anzustreben. Auch Bürgermeister Dirk Haas sprach sich für eine gesonderte Herangehensweise aus.

»Alle Inhalte sind essenzielle Bestandteile des Förderprogramms Stadtumbau«, verteidigte Frank Müller (CDU) den Antrag. »Ich bin mir sicher, dass man den Ideen und Veränderungen auch von den zuständigen Stellen zustimmen wird.«

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