Ortsumgehungen prüfen

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Buseck (con). Der Bau des neuen Otto-Logistikzentrums in Gießen ist nicht nur eine Riesenchance für die Stadt Gießen und die Region - er wird auch dafür sorgen, dass in Zukunft mehr Lkw-Verkehr durch die benachbarten Kommunen fahren wird.

Deshalb stellte die Busecker Fraktion der Freien Wähler in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung den Antrag, zu prüfen, inwieweit man den Schwerlastverkehr durch Großen-Buseck und Beuern vermeiden kann.

Dazu gehören auch Prüfungen der Ortsumgehungen von Großen-Buseck (inklusive dem noch fehlenden Stück in Richtung Rödgen) sowie als Vorschlag der SPD-Fraktion eine Südumfahrung von Alten-Buseck.

Der Antrag wurde größtenteils einstimmig akzeptiert - nur Punkt 7, der die Prüfung der Möglichkeiten von Ortsumgehungen beinhaltet, wurde mit 19 Ja-, sieben Gegenstimmen und fünf Enthaltungen nur mehrheitlich angenommen.

Der SPD-Antrag zur Förderung des Radverkehrs erhielt auch in der Gemeindevertretung keine Mehrheit: Der Vorschlag den Gemeindevorstand jährlich fünf Euro pro Einwohner der Gemeinde für Projekte im Radverkehr bereitzustellen, konnte CDU und FW nicht überzeugen.

Radpauschale abgelehnt

Beide Fraktionen vertreten die Ansicht, dass man lieber konkrete Projekte durchführen sollte, anstatt einen pauschalen Betrag bereitzustellen. "Wir sind aber gerne bereit, den Fahrradverkehr in der Gemeinde weiterhin zu verbessern, wenn wir über konkrete Projekte sprechen", erklärte Uwe Kühn (FW). Der Antrag wurde mit 13 Ja-Stimmen, sowie 17 Nein-Stimmen und einer Enthaltung mehrheitlich abgelehnt.

Mit 17 Ja-Stimmen der CDU und FW-Fraktionen sowie 13 Gegenstimmen und einer Enthaltung stimmte die Gemeindevertretung zudem dafür, dass die Bebauungspläne der Gemeinde überarbeitet werden sollen: "Wir müssen unsere Bebauungspläne heute überdenken - mittlerweile gehört Buseck zum sogenannten Speckgürtel um Frankfurt, das müssen wir bei unseren Plänen bedenken", erklärte FW-Fraktionsvorsitzender Alexander Zippel den Antrag. Auslöser des Antrags ist ein derzeit laufendes Bauprojekt in der Gartenstraße in Alten-Buseck: Dort wird der von 1991 stammende Bebauungsplan ausgereizt - sehr zum Unmut der Nachbarn.

Einstimmig fiel dagegen die Entscheidung zum Aufstellungsbeschluss zur Schaffung einer Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof in Großen-Buseck aus: Mit der Anlage südlich der Bahngleise soll das Areal attraktiver und besser erreichbar werden. Das Gebiet ist Teil des Stadtumbauprogramms. Die Arbeiten sollen im Zuge des Umbaus des Bahnhofgeländes erfolgen.

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