Ortstermin am "Südhang"

Dass die jüngste Sitzung des Busecker Bauausschusses eine gewisse Brisanz barg, wurde schon beim Betreten des Sitzungsraums im Thal’schen Rathaus offenbar: Deutlich mehr Busecker als üblich verfolgten die Sitzung am Montagabend.

Dass die jüngste Sitzung des Busecker Bauausschusses eine gewisse Brisanz barg, wurde schon beim Betreten des Sitzungsraums im Thal’schen Rathaus offenbar: Deutlich mehr Busecker als üblich verfolgten die Sitzung am Montagabend.

Das erste Thema, der Neubau eines Freibads in Großen-Buseck, musste jedoch zurückgestellt werden: Krankheitsbedingt konnte die Machbarkeitsstudie für den Neubau noch nicht vorgestellt werden. Auch die CDU-Fraktion stellte ihren Antrag zu dem Thema noch einmal zurück, bis die Studie vorgestellt ist – der Antrag bleibt aber im Geschäftsgang. Der Busecker Hallenbadverein hat allerdings angekündigt, dass er auch als Betreiber für das Freibad zur Verfügung stehen würde und sich an den Kosten für eine Reaktivierung beteiligen würde.

Eine ganz eigene Brisanz liegt dagegen dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Südhang" in Alten-Buseck zugrunde: Die Imaxx-Immobiliengesellschaft würde dort gerne zwei Wohnhäuser mit insgesamt 18 Wohneinheiten errichten. Doch das passt den Anwohnern überhaupt nicht, weshalb gleich mehrere der Sitzung am Montag folgten: "Wenn ich jemanden, der seit 50 Jahren dort oben wohnt, plötzlich ein Mehrfamilienhaus in seine Aussicht stelle, ist das nicht sozialverträglich", erklärte Gunnar Wagner (FW). Zwar soll die Firsthöhe der nördlich angrenzenden Gebäude durch die geplanten Neubauten nicht überschritten werden, doch liegt das Plangebiet deutlich tiefer, sodass größere Wohnhäuser möglich sind. Außerdem fehlen derzeit noch die Planungen für die beiden Gebäude.

Grünes Licht für Edeka-Erweiterung

"Die Planungen können erst diskutiert werden, wenn sie vorliegen", sagte Bürgermeister Dirk Haas. "Bislang geht es hier nur um einen Aufstellungsbeschluss." Doch auch hierzu kam Kritik von den Freien Wählern, denn der vorliegende Antrag ginge deutlich über einen Aufstellungsbeschluss hinaus. Nachdem die kritischen Passagen aus dem Antrag herausgenommen wurden, gab es einstimmige Zustimmung der Ausschussmitglieder zu dem Beschluss. Dass man das Thema weiter besprechen wolle, darin waren sich die Ausschussmitglieder einig. Frank Müller (CDU) schlug zudem vor, einen Ortstermin in dem entsprechenden Gebiet auszumachen, damit sich der Bauausschuss ein eigenes Bild von der Lage vor Ort machen kann.

Auch die Erweiterung des Edeka-Lagers im Gewerbegebiet Ost stand einmal mehr auf der Tagesordnung: Durch die Abweichung von den Darstellungen des Regionalplanes Mittelhessen 2010 ist hier eine neuer Beschluss der Gemeindevertretung nötig. Hierzu gab es einstimmigen Zustimmung.

Im Bereich "Unterm Wannberg" in Beuern soll ein Teil des bestehenden Gewerbegebietes in ein Mischgebiet umgewandelt werden: Grund dafür ist, dass die Familie, der der ansässige Betrieb gehört, dort zwei Wohnhäuser errichten möchte. Diese sollen ebenfalls von Familienmitgliedern bezogen werden. Bei einer Gegenstimme gab es mehrheitlich Zustimmung für die Änderungen. Ähnlich für die Fläche "Auf der Pfingstweide" in Beuern: Trotz eines nicht existierenden Bauplans für die Fläche steht dort ein Gebäude. Die Fläche ist bereits als Gewerbefläche gekennzeichnet. Um die Bestandssicherung des vorhandenen Betriebs zu gewährleisten, soll dazu ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Hierzu gab es einstimmigen Zustimmung.

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