Moratorium gefordert

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Buseck(pm). In der nächsten Gemeindevertretersitzung in Buseck am Donnerstag, 19. Dezember, um 18.30 Uhr im Kulturzentrum Großen-Buseck, stehen Neubaugebiete und Bebauungspläne auf dem Programm. Bereits im Vorfeld dazu kritisiert der "Arbeitskreis Verkehrswende" in einer Pressemitteilung die Versiegelung von Flächen.

Der Kritik schickt der Arbeitskreis eine Mitteilung voraus: Man danke für das Engagement der Mandatsträger in der Gemeindevertretung, wolle über die Sache diskutieren. "Mit Sorge beobachten wir die zunehmende Bodenzerstörung durch Wohn- und Gewerbegebiete und den sich verändernden Stil bei Diskussionen zu Bauprojekten in Buseck", heißt es in der Pressemitteilung. Man halte es für nicht zukunftsweisend und "enkeltauglich", mit der Planung neuer Wohn- und Gewerbegebiete den Landverbrauch zu begünstigen. "Alles, was jetzt noch möglich ist, um eine ökologische Umkehr zu schaffen, sollte auch in Buseck angegangen werden."

Gleichzeitig habe man bemerkt, dass die Bauprojekte auch bei den Bürgern auf Unmut träfen. "Die privaten und öffentlichen Diskussionen werden emotionaler und rauer."

Der Arbeitskreis spricht sich nun für ein Moratorium aus. "Um den sozialen Frieden zu erhalten und damit Buseck eine zukunftsfähige, klimafreundliche Kommune wird", schlägt er vor, die Entscheidungen in der Gemeindevertretung zu vertagen. Stattdessen sollte die Bürger in einer "Zukunftswerkstatt" in den Entwicklungsprozess miteingebunden werden. "Unsere Vision ist, dass Buseck unter ökologischer und sozial-kommunikativer Perspektive zur Vorreiter-Kommune wird."

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