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Großer Bahnhof an der Straßenmeisterei: Vertreter aus Politik und von Hessen Mobil beim symbolischen Spatenstich für den Radweg.

Lückenschluss für Radfahrer

  • Jonas Wissner
    VonJonas Wissner
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Buseck (jwr). Bislang ist die Landesstraße 3128 zwischen Gießen-Wieseck und Alten-Buseck für Radler ein gefährliches Pflaster, das soll sich nun ändern: Mit einem symbolischen Spatenstich haben Vertreter der Gießener und Busecker Kommunalpolitik, der Landespolitik, des Landkreises und weitere Projektbeteiligte am Mittwoch den offiziellen Auftakt für die Errichtung eines zwei Kilometer langen Radwegs an der Landesstraße gemacht.

Die Bauzeit ist mit 14 Monaten veranschlagt, die Gesamtkosten in Höhe von rund drei Millionen Euro trägt das Land. Darin enthalten ist auch die Umsiedelung von Zauneidechsen als Ausgleich für den Eingriff. Der Radweg soll laut Landesverkehrsministerium mit einer Breite von 2,50 Metern errichtet werden und eine 50 Zentimeter breite Bankette auf jeder Seite erhalten. Im Bereich des Alten-Busecker Gewerbegebiets Flößerweg wird auch die Landesstraße grundhaft saniert, außerdem werden zwei Busbuchten barrierefrei umgebaut.

»Es scheitert kein Radweg-Bauprojekt in Hessen am Geld«, versicherte Verkehrsstaatssekretär Jens Deutschendorf bei dem Termin an der Straßenmeisterei in Alten-Buseck. Mit Blick auf den Klimaschutz gelte es gerade »klimafreundliche Verkehrsanteile« zu fördern, eben auch Radwege. Das Land habe allein im laufenden Jahr rund acht Millionen Euro für Radwege an Landesstraßen eingeplant.

Eine Frage der Priorisierung

»Wir sehen: Es geht voran, es tut sich was«, so Deutschendorf. Man müsse Ressourcen gezielt einsetzen und Maßnahmen priorisieren, etwa mit Blick auf Lückenschlüsse und Verkehrssicherheit - und der nun zu bauende Radweg entspreche diesen Anforderungen.

Landrätin Anita Schneider sagte, der Kreis sei mit seinem Radverkehrskonzept gut aufgestellt, aber auf Förderungen von Bund und Land angewiesen. Wichtig seien »schnelle, gut ausgebaute Radwege, die dem Alltagsverkehr dienlich sind«, etwa das Pendeln zum Arbeitsplatz attraktiver machen. Busecks Bürgermeister Dirk Haas stellte heraus, dass die Kommune für die Förderung des Radverkehrs viel tue. 30 Jahre habe man auf den Lückenschluss gewartet. Er freue sich, dass es nun losgehe - und regte in Richtung Hessen Mobil an, »die Kommunikation mit den Kommunen zu optimieren«.

Für Verkehrsteilnehmer wird das Bauprojekt laut Hessen Mobil in den nächsten Wochen noch keine Auswirkungen haben. Zunächst stünden »vorbereitende Arbeiten« an, müssten etwa noch Leitungen verlegt werden, hieß es beim Termin. Über Verkehrseinschränkungen während der Bauphase werde man zu gegebener Zeit informieren.

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