Für die Sanierung der Troher Straße - das Foto zeigt den Stand im Juli - empfielt der Busecker HFA eine Mittelumschichtung mit Blick auf weitere kleine Teilabschnitte. ARCHIVFOTO: JWR
+
Für die Sanierung der Troher Straße - das Foto zeigt den Stand im Juli - empfielt der Busecker HFA eine Mittelumschichtung mit Blick auf weitere kleine Teilabschnitte. ARCHIVFOTO: JWR

Liquiditätsengpass am Horizont

  • vonConstantin Hoppe
    schließen

Buseck(con). "Die Auswirkungen von Corona werden spannend": Bürgermeister Dirk Haas ist skeptisch. Und das, obwohl der Jahresabschlussbericht 2019 sowohl im ordentlichen, wie auch außerordentlichen Ergebnis sehr gute Zahlen aufweist. Am Dienstagabend erläuterte Haas das Zahlenwerk im Haupt- und Finanzausschuss. Zum Abschlussstichtag konnte demnach ein Jahresüberschuss von 1 931 117,63 Euro verzeichnet werden, davon als ordentliches Ergebnis 709 422,66 Euro und 1 221 694,97 Euro als außerordentliches Ergebnis. Auch im Bericht über den aktuellen Stand des Haushaltsvollzugs gibt es bislang keine unerwarteten Zahlen für 2020.

Straßenbauarbeiten werden teurer

Insbesondere die vorerst wegfallenden Einnahmen durch Gewerbesteuern - selbst wenn diese in den nächsten Jahren nachgezahlt werden müssen - dürften zu einem Liquiditätsengpass führen. Das gute Ergebnis des letzten Haushalts könnte aber damit einhergehen, dass auch in naher Zukunft keine allzu großen Einschnitte gemacht werden müssen: "Ich denke nicht, dass es der richtige Weg ist, jetzt alle anstehenden Projekte einzustampfen und zu sagen: Wir müssen sparen", erklärte Haas.

Die Straßenbaumaßnahmen im Bereich Troher Straße/Flußgasse/Schulstraße in Alten Buseck sollen um zwei kleine Teilabschnitte erweitert werden - diesbezüglich stimmte der HFA einstimmig einer Finanzmittelumschichtung zu.

Durch die aktuell enorm gestiegenen Preise im Tiefbau - für einige der aktuell ausgeschriebenen Projekte erhielt die Gemeinde Angebote, deren Kosten um 80 bis 100 Prozent über den veranschlagten Kosten liegen - sollen die zusätzlichen Kosten aus anderen Projekten umgelegt werden, die dieses Jahr nicht mehr verwirklicht werden können. Aus dem Straßenbau "Ziegelberg/Steinerweg" und "Mühlrain" sollen insgesamt 300 000 Euro umgeschichtet werden. Hierzu gibt es ebenfalls eine einstimmige Beschlussempfehlung des Ausschusses.

Auch das Straßenbauprogramm 2020 bis 2024 und die damit einhergehende Höhe der wiederkehrenden Straßenbeiträge war Thema der Sitzung: Insgesamt fallen 17 bis 27 Cent pro Quadratmeter in den Wohngebieten an - leichte Steigerungen kommen dabei vor allem durch die gestiegenen Baukosten zustande. Diesbezüglich werden auch in den Ortsteilen Trohe und Oppenrod Beiträge eingezogen - hier stehen erstmals seit Einführung der wiederkehrenden Straßenbeiträge entsprechende Maßnahmen an.

Bedarfsplanung für Feuerwehren

"Überstürzt nichts, sondern arbeitet das richtig aus": So lässt sich die Stellungnahme von Kreisbrandinspektor (KBI) Mario Binsch zur Neuaufstellung der Bedarfsentwicklungsplanung (BEP) der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Buseck zusammenfassen. Im HFA wurde die KBI-Stellungnahme diskutiert. Seitens des Gremiums gibt es noch keine Stellungnahme zum BEP, aber eine Empfehlung: Der 2017 abgelaufen Bedarfsentwicklungsplan sollte entsprechend der Empfehlung des KBI bis zum 31. März 2021 verlängert werden, um Sicherheit zu schaffen. Insbesondere für die Neuanschaffungen eines Staffel-Löschfahrzeugs und eines Wechselladers wird eine entsprechende Planung benötigt; hierfür könnten bereits Förderanträge gestellt werden. Daneben gab Binsch an, dass es einige Punkte im neuen BEP gibt, zu denen man noch Diskussionsbedarf habe. Bis Ende September soll eine Stellungnahme erfolgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare