Der Vorsitzende Heiko Metz (l.) und Schriftführerin Renate Sälinger (r.) ehren (v. l.) Dr. Sonja Blöcher, Michael Blöcher, Manfred Schulz und Alfred Mohr. FOTO: SIW
+
Der Vorsitzende Heiko Metz (l.) und Schriftführerin Renate Sälinger (r.) ehren (v. l.) Dr. Sonja Blöcher, Michael Blöcher, Manfred Schulz und Alfred Mohr. FOTO: SIW

Letzter Aufschlag absehbar

  • vonSiglinde Wagner
    schließen

Buseck(siw). Die Sportfreunde Oppenrod stellten sich über Jahre der Auflösung der Tischtennisabteilung entgegen. Doch nun zur Jahreshauptversammlung stand fest: Nach der Runde ist vorerst Schluss mit einer aktiven Mannschaft.

Dies liegt nicht nur am fehlenden Nachwuchs, sondern am Festhalten an alten Strukturen im Tischtennisverband. Dieser ließe keine Spielgemeinschaft aus unterschiedlichen Vereinen zu, wie sie längst im Bereich Hand- und Fußball gang und gäbe sind.

Kritik an Tischtennisverband

Tischtennisspieler müssten ihren Heimatverein verlassen und sich komplett einem anderen Verein anschließen oder einen eigenständigen Verein gründen. "Für mich ist das eine Bankrotterklärung, die dazu führen wird, dass Tischtennis im aktiven Bereich in der Bedeutungslosigkeit versinken wird", sagte Vorsitzender Heiko Metz.

Für die Gründungsmitglieder ist die Auflösung der Tischtennis-Abteilung besonders bitter. Derzeit steht die Mannschaft auf dem zweiten Platz, ein Aufstieg in die Bezirksoberliga ist nicht ausgeschlossen. Gespräche wegen eines Wechsels zu einem anderen Verein wurden bereits geführt. Werden diese erfolgreich abgeschlossen, soll die Rahberghalle weiterhin als Trainingsstätte genutzt und die Vereinstreue zu den "Sportfreunden" gewahrt werden.

Yoga läuft erfreulich gut, gleich drei Gruppen werden von Conny Gans angeboten. Für das Kinderturnen wird eine weitere Übungsleiterin gesucht. Gerne würde der Verein auch wieder Gesundheitssport für Senioren anbieten. Qualifizierte Übungsleiter seien rar. Die Tanzgruppe studiert jedes Jahr einen neuen Tanz ein, der nächste soll zur Musik der 1920er Jahre sein.

Mit 264 ist der Mitgliederstand konstant geblieben. Da die Beiträge zu Verbänden und Versicherungen und weitere Kosten ständig steigen, wird über eine Beitragserhöhung 2021 nachgedacht.

Metz berichtete von einem ersten Treffen bezüglich der Dorffeier "777 Jahre Oppenrod" 2022. Konkret sei bisher, dass es keine zentrale große Veranstaltung geben soll, sondern viele kleine Events.

Zwei langjährige Mitglieder, die schon so manche Feier in Oppenrod aktiv mitgestaltet haben, konnte der Vorsitzende Metz, assistiert von Schriftführerin Renate Sälinger, auszeichnen. Mit Urkunden und Ehrengaben wurden Alfred Mohr für 70 Jahre und Manfred Schulz für 60 Jahre Vereinstreue gedankt. Dr. Sonja Blöcher, Ulrike Döring, Bettina Rüster und Michael Blöcher wurden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare