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Vom kommenden Schuljahr an wird die Gesamtschule Gleiberger Land eine gebundene Ganztagsschule. Das heißt, der Unterricht respektive die Angebote der Schule erstrecken sich täglich von Schulbeginn bis gegen 16 Uhr, und zwar verpflichtend für die Schüler. Ein Ganztagsangebot in dieser Güte gibt es in der Region noch nicht so oft – im Kreis bislang nur an der Grundschule in Obbornhofen, an der Gesamtschule Busecker Tal und der Martin-Buber-Schule.

Vom kommenden Schuljahr an wird die Gesamtschule Gleiberger Land eine gebundene Ganztagsschule. Das heißt, der Unterricht respektive die Angebote der Schule erstrecken sich täglich von Schulbeginn bis gegen 16 Uhr, und zwar verpflichtend für die Schüler. Ein Ganztagsangebot in dieser Güte gibt es in der Region noch nicht so oft – im Kreis bislang nur an der Grundschule in Obbornhofen, an der Gesamtschule Busecker Tal und der Martin-Buber-Schule.

1 Sie waren bislang schon ganztags unterwegs. Was wird jetzt anders?

Gabriel Verhoff: Angefangen haben wir mit den Ganztagsangeboten schon vor geraumer Zeit; seit diesem, dem laufenden Schuljahr sind wir im sogenannten "Profil 2" mit freiwilligen Nachmittagsangeboten. Künftig, im "Profil 3", gibt es auch Pflichtunterricht am Nachmittag. Das heißt allerdings nicht, dass jeden Nachmittag Pflichtunterricht stattfindet, sondern die Nachmittage dienen auch den Hausaufgaben ("Lernzeit") oder dem Nutzen der vielfältigen, attraktiven AG-Angebote der Schule. Aber wir setzen schon einen Schwerpunkt auf ein Plus an Unterricht auch am Nachmittag. Das Mehr als Pflichtunterricht erfolgt ausschließlich zugunsten der Hauptfächer Deutsch, Mathe und Englisch, aber auch in den Naturwissenschaften – auch wenn diese Fächer in der Regel am Vormittag stattfinden werden. Das wird für die Jahrgänge fünf bis sieben neu sein. Die Älteren kennen den Pflichtunterricht am Nachmittag schon.

2 Stößt das denn auf ungeteilte Akzeptanz in der Schulgemeinde?

Verhoff: Ja, das tut es. Wir stellen uns als Schule unserer gesellschaftlichen und damit sozialen Verantwortung im Gleiberger Land. Wir helfen so Eltern, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Deshalb entwickeln wir den Ganztagsbereich konsequent weiter. Das Konzept haben wir im Vorfeld in der gesamten Schulgemeinde kommuniziert. Ob Kollegium, Schülerschaft oder Elternbeiräte: Das wurde fast überall einstimmig gutgeheißen. Ich gehe davon aus, dass dieses "All einstellungsmerkmal" im Gleiberger Land, die Attraktivität der Schule steigert. Wir würden uns über weiteren Zuspruch von Schülern auch über Biebertal und Wettenberg hinaus freuen. Der Platz dafür ist da.

3 Haben Sie das Personal und die Ausstattung für das erweitere Angebot?

Verhoff: Bislang erfolgte für den "Ganztag" eine Stellenzuweisung von 2,9 Lehrkräften. Ich gehe davon aus, dass ca. 1,6 weitere Stellen zugewiesen werden. Der Nachmittag ist für unsere Lehrkräfte mittlerweile zur ganz normalen Arbeitszeit geworden.

GESAMTSCHULE GLEIBERGER LAND

Die Gesamtschule Gleiberger Land zählt derzeit rund 530 Schüler vornehmlich aus Biebertal und Wettenberg; einige kommen jedoch auch aus Hohenahr, Heuchelheim und Gießen. Das Angebot der Schule reicht bis zur Klasse zehn. Es besteht eine Kooperation mit der Gesamtschule Gießen Ost. Wer sich im Gleiberger Land die Eignung fürs Gymnasium erarbeitet, dem ist an der Ostschule ein Platz sicher. (so/Foto: so)

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