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Köder mit Rasierklingen in Alten-Buseck entdeckt

Buseck (rüg). Schon mehrfach hatte es Gerüchte über mit Gift oder Rasierklingen versetzte Hundeköder gegeben, die offiziell zunächst nicht bestätigt werden konnten oder bei denen es keine Anzeige bei der Polizei gab. Jetzt hat sich der Verdacht erstmals erhärtet, das in der Gemeinde Buseck Personen solche Köder auslegen.

Der Polizei in Gießen liegt die Anzeige eines Hundehalters aus der Alten-Busecker Hofburgstraße vor, der am vergangenen Samstag einen mit zerbrochenen Rasierklingen präparierten Köder in seinem Hof fand, in dem sich auch seine Schäferhündin öfter aufhält. Wie Polizeisprecherin Sylvia Frech gestern auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte, ermittle die Behörde nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Während es andernorts in solchen Fällen schon zu tödlichen Verwundungen von Tieren kam, ging der Vorfall in Alten-Buseck offenbar noch glimpflich ab, denn die Schäferhündin hat wohl Fleisch und Wurst um die Rasierklingenstücke abgefressen, dann die Metallteile gespürt und den Köder wieder ausgespuckt. Kleinere Schnittverletzungen am Maul deuten darauf hin.

Die Reste des oder der Köder wurden von der Polizei sichergestellt, doch sei es sehr schwierig, nur anhand dieser Indizien den Täter zu ermitteln, so die Polizeisprecherin. Letztlich sei man auf Zeugen angewiesen, die den oder die unbekannten Täter beobachtet haben. Hinweise nimmt die Polizei in Gießen unter 0641/7006-0 entgegen.

Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte die Busecker Gemeindeverwaltung vor möglichen Giftködern gewarnt. Daraufhin hatte die Tierrechtsorganisation Peta Deutschland mit Sitz in Stuttgart eine Belohnung über 500 Euro für Hinweise ausgesetzt. Die Organisation weist darauf hin, dass Hundehalter, deren Tiere möglicherweise Opfer von Giftködern wurden, bei der Polizei Anzeige erstatten sollten.

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