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Jutta Runkel (l.) und Birgit Specht (r.) freuen sich über die Spende des Bürgervereins. FOTO: SIW

"Kleine Raupe" krabbelt seit 30 Jahren

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Buseck(siw). Am 17. Januar schneit es in Oppenrod. Das hat Jutta Runkel so festgelegt. In ihrem Programm für den Spielkreis der evangelischen Kirche hat sie für diesen Tag als Thema "Schnee - spielen und entdecken" eingetragen. Hoffen wir das Beste.

Den Spielkreis "Kleine Raupe" gibt es seit nun 30 Jahren. Gegründet wurde er von Emmi Rühl, die seinerzeit Leonie Slingerland zur Unterstützung angeworben hatte. Als die Niederländerin Anfang der 1990er Jahre in ihr Heimatland zurückkehrte, übernahm Jutta Runkel ihren Platz. Das dürfte rund 27 Jahre her sein, so ganz genau weiß das keiner mehr. Ist ja auch egal. Hauptsache, den Spielkreis gibt es noch.

Einst wurde er als Mutter-Kind-Kreis bezeichnet. Das hat sich gewandelt. Heute kommen auch Väter mit dazu, manchmal springen die Großeltern ein. Es gibt keine Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme. Sechs bis zehn Kinder im Alter ab drei Monaten bis zu vier Jahren sind stets dabei. Geschwisterkinder schließen sich ab und zu an. Auch aus Nachbargemeinden kommen Interessierte dazu.

Früher fand der Spielkreis am Dienstagvormittag statt. Da gingen die Kinder auch erst mit drei Jahren in den Kindergarten, vorausgesetzt, sie waren "sauber". Heute kommen die Kleinen früher in die Kita. "Darum mussten wir den Termin in die Nachmittagsstunden verlegen." Freitags von 16 bis 17.30 Uhr geht es jetzt rund im evangelischen Gemeindehaus. Dann werden der große Teppich und die vielen Spielsachen ausgebreitet.

Zu Beginn wird im Stuhlkreis gesungen. "Rituale sind wichtig für Kinder, das gibt ihnen Sicherheit", betont Runkel. Seit einem Jahr erhält sie Unterstützung durch ihre Freundin Birgit Specht. Mit weit über 90 hatte sich Rühl vor wenigen Jahren aus dem allwöchentlichen Trubel zurückgezogen.

"Der Spielkreis lebt von wenig Geld, viel Engagement und kreativen Ideen", betont Roland Kauer vom Bürgerverein Oppenrod. Der Verein überbrachte nun eine Spende von 300 Euro an die Spielkreisleiterinnen. Runkel freute sich über die Unterstützung. "Die Spende ist hochwillkommen, weil immer wieder Bastel- und Verbrauchsmaterial benötigt wird."

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