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Klaus Zetsche feiert 90. Geburtstag

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Buseck(siw). "In Buseck lässt es sich gut leben", sagt Professor Klaus Zetsche. Er muss es wissen, schließlich hat er einige Städte kennengelernt, bevor er 1974 eine ordentliche Professur an der Uni Gießen angenommen und 1978 in das eigene Haus in Alten-Buseck gezogen ist. Am gestrigen Sonntag feierte der Senior seinen 90. Geburtstag.

Als jüngstes von drei Geschwistern wurde Zetsche auf einem Bauernhof in Thüringen geboren. Seinen Jugendtraum, einmal im Bereich der Biologie zu forschen, wollte er nach dem Abitur 1949 angehen. Doch Bewerbungen um einen Studienplatz in Jena und Leipzig wurden abgelehnt, darum begann er eine Lehre zum Saatzuchtassistenten. Diese brach er ab, als er die Zusage für einen Studienplatz der Botanik und Mikrobiologie in Rostock erhielt. Dort lernte er seine Ehefrau Dietlinde kennen, eine Diplom-Biologin. 1958 wurde geheiratet, 1996 ist die Gemahlin nach einer Krebserkrankung verstorben.

Nach dem Diplom in 1956 arbeitete Zetsche als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschung bei Jena-Pharm. Während dieser Zeit promovierte er als Externer an der Uni Rostock, wo er dann wissenschaftlicher Assistent der Medizinischen Fakultät war. Nach der Geburt des ersten von drei Kindern haben sich die Eheleute Zetsche entschlossen, die DDR zu verlassen. "Das war drei Tage vor dem Mauerbau in 1961, also wirklich knapp." Nach Berlin, Frankfurt und Schwäbisch Gemünd war dank eines Forschungsstipendiums des Max-Planck-Instituts für Meeresbiologie das nächste Ziel Wilhelmshaven. "Hier wurde uns eine möblierte Wohnung zur Verfügung gestellt. Da wir mit einem Kind und nur zwei Koffer ausgereist waren, freuten wir uns sehr darüber." Später wirkte er an der Uni Tübingen, habilitierte und wurde zum außerplanmäßigen Professor ernannt.

Als Professor der Uni Gießen ging Zetsche 1998 in Pension. Seitdem hat er noch mehr Zeit, seinen Garten zu pflegen oder seinem Steckenpferd "Geschichte" zu frönen. Mit seinen sieben Enkelkindern, die weltweit unterwegs sind, hält er über WhatsApp regen Kontakt. FOTO: SIW

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