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Bürgermeister Dirk Haas (l.) überreicht einen Zuschuss der Gemeinde an Erhard Reinl.

Kelteranlagen auf dem neuesten Stand

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Buseck (pm). Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Alten-Buseck hat während der Mitgliederversammlung auf dem Vereinsgelände seine neue Kelteranlage vorgestellt. Nachdem im vergangenen Jahr bereits die Pasteurisierungsanlage erneuert wurde, ist nun die Gesamtanlage auf dem neusten Stand und steht ab der Keltersaison zur Verfügung. Der Verein biete somit den Anlieferern von Äpfeln und Quitten beste Kelter- und Pasteurisierungsmöglichkeiten an, sagte der Vorsitzende Erhard Reinl.

Obst vor Ort verarbeiten

Reinl erläuterte, der OGV habe handeln müssen. Zum einen müsse man sich den aktuellen Erfordernissen anpassen. Zum anderen sei mit der neuen Kelter eine wesentliche Arbeitserleichterung für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer verbunden, insbesondere für die Älteren unter ihnen.

Bürgermeister Dirk Haas überreichte einen Zuschuss der Gemeinde zur Kelter in Höhe von 500 Euro. Bereits im vorigen Jahr hat die Gemeinde einen Zuschuss zur Pasteurisierungsanlage in Höhe von ebenfalls 500 Euro gewährt.

Die Pasteurisierungsanlage hat der OGV im vergangenen Jahr erworben und Zuschüsse hierfür vom Verein Gießener Land erhalten. Weitere Spenden sind aus verschiedenen Bereichen und auch von Privatleuten eingegangen. Auch eine anonyme Spende war dabei. Erst durch diese Spenden sei es möglich gewesen, die Anlagen zu erwerben. Der Verein sei mit seinem Eigenanteil an die Grenzen seines finanziellen Rahmens gegangen, um der Busecker Bevölkerung die Möglichkeit einzuräumen, vor Ort Äpfel und Quitten zu Saft verarbeiten zu können.

Dies sei ein großer Beitrag des Vereins zur Erhaltung und Förderung der Natur und der Busecker Kulturlandschaft. Er werde oft vom Anlegen von Streuobstwiesen gesprochen, »wir sind uns dabei aber nicht sicher, ob man dabei auch an die Verarbeitung des Obstes denkt. Wir schaffen die Möglichkeit, darauf sind wir stolz«, sagte Reinl.

Im vergangenen Geschäftsjahr habe sich der Verein, seinem Auftrag entsprechend, wieder mit allem beschäftigt, was sich um den Obst- und Gartenbau dreht. In den zurückliegenden Monaten habe es einen Wechsel in der Altersstruktur der Helferinnen und Helfer gegeben, Neue sind nachgerückt, »dies freut uns sehr, zeigt dies doch auch, dass unser Verein lebt«, berichtete der Vorsitzende.

Ausgefallen ist im vergangenen Jahr das traditionelle Mostfest auf der Vereinsanlage. Dennoch habe man unter Einhaltung der Coronabedingungen keltern können. Auch in diesem Jahr beginnen nach dem Mostfest - über eine Ausrichtung wird der Verein je nach Entwicklung der Corona-Situation noch entscheiden - die Kelterarbeiten. »Wir hoffen, dass wir uns in diesem Jahr wieder auf den Besuch von Kindergartengruppen und Schulklassen freuen dürfen«, sagte Reinl.

Im Lehrgarten des OGV befinden sich nach wie vor fünf Bienenstöcke. »Im Frühling bietet unser Lehrgarten das Bild eines Blütenmeeres. Wenn die Bäume und Sträucher blühen, ist dies besonders sehenswert und stellt eine hervorragende Nahrungsquelle für die Bienen dar. Das ist Natur pur«, sagte der Vorsitzende.

Wenn der Verein den Lehrgarten nicht erhalten und weiter betreiben würde, würde ein sehr wichtiger Bestandteil normalen täglichen Lebens verlorengehen.

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