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Schon bei der Ortsbegehung äußern die Anwohner viel Skepsis. Und auch in der Gemeindevertretersitzung fällt der Plan von IMAXX durch. Statt der Mehrgeschosser sollen nun drei eingeschossige Wohnhäuser mit jeweils maximal zwei Wohneinheiten entstehen.

Keine Mehrgeschosser

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Buseck (con). Die Anwohner zwischen dem Staufenberger Weg und der Friedhofstraße in Alten-Buseck können aufatmen: Am vergangenen Donnerstagabend hat sich die Gemeindevertretersitzung gegen den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Südhang" ausgesprochen.

Rückblick: Die IMAXX-Immobiliengesellschaft hatte bereits 2014 das Grundstück "Südhang" an der Friedhofstraße von der Telekom erworben und plante, dort zwei große Wohnhäuser mit jeweils 18 Wohneinheiten zu errichten. Zwei Vollgeschosse inklusive Keller und Staffelgeschoss sollten dafür den Raum bieten, wie IMAXX-Geschäftsführer Jochen Ahl bereits am Mittwoch im Rahmen eine Ortsbegehung den Anwohnern mitteilte.

"Wir wollen hier einen Stadtvilla-Charakter der Gebäude erzeugen. Die Wohnungen würden mit Aufzügen ausgestattet werden, um so auch für weniger mobile Menschen attraktiv zu sein", erklärte Ahl. Doch die Anwohner konnte er nicht überzeugen. Was schnell klar wurde: Besonders die Größe der Gebäude war vielen Anwohnern ein Dorn im Auge. Sie monierten, die IMAXX-Planungen würden sich nicht harmonisch ins Bild der Umgebung einfügen. Die Nachbarschaft ist vor allem durch einstöckige Einfamilienhäuser geprägt.

IMAXX hätte dort auch gerne noch größere Gebäude errichtet - gegen dieses Vorhaben aber hatte die Gemeindeverwaltung bereits vorher Widerspruch eingelegt.

Änderungsantrag beschlossen

Ein weiterer Kritikpunkte an der Planung: Da das Baugebiet in zweiter Reihe hinter der bestehenden Bebauung liegt, wäre die einzige Möglichkeit der Erschließung ein gerade einmal vier Meter breites und fast 50 Meter langes Wegstück. "Im schlimmsten Fall würden dann jeden Morgen 40 Autos direkt an meinem Schlafzimmer vorbeifahren", berichtet am Mittwoch eine Anwohnerin - ihr Haus grenzt unmittelbar an den Weg.

Auch die Frage wie der Brandschutz für zwei solcher Häuser durch eine so schmale Zufahrt gewährleistet werden würde, blieb am Mittwoch offen. Das zu klären, ist jetzt nun nicht mehr nötig. Die Gemeindevertreter votierten am Donnerstag einstimmig gegen die IMAXX-Planungen. Dafür wurde ein Änderungsantrag der Freien Wähler einstimmig beschlossen: In dem Gebiet "Südhang" sollen drei Bauplätze für eingeschossige Wohnhäuser mit jeweils maximal zwei Wohneinheiten entstehen. "Alle haben erkannt, dass die Planung der IMAXX nicht sozialverträglich und sogar ortsbildschädigend ist", erklärte Immo Zillinger (FW) zu dem Antrag.

Zum einstimmigen Beschluss gab es Applaus für die Gemeindevertreter aus Richtung des Zuschauerbereichs. Bürgermeister Dirk Haas berichtete im Anschluss zudem, dass bereits ein Gespräch mit der IMAXX stattgefunden habe: Diese könne auch mit den neu aufgestellten Rahmenbedingungen arbeiten.

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