Bürgermeister Dirk Haas (l.) und Bauamtsleiter Michael Thelen am "Brückelchen". FOTO: SIW
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Bürgermeister Dirk Haas (l.) und Bauamtsleiter Michael Thelen am "Brückelchen". FOTO: SIW

"Kein Kaschieren eines Baufehlers"

  • vonSiglinde Wagner
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Buseck(siw). Das "Brückelchen", ein Kulturdenkmal in Großen-Buseck, wurde Ende letzten Jahres grundhaft saniert. Der einige Wochen später zur Erhöhung der Brüstung angebrachte Handlauf sorgte für kontroverse Diskussionen im Dorf. "Es handelt sich keinesfalls um ein Kaschieren eines Baufehlers", betonte nun Bürgermeister Dirk Haas beim Ortstermin.

Geländer von Anfang an geplant

Letztlich führten ein Leserbrief zur Berichterstattung in dieser Zeitung sowie einige Kommentare auf Facebook zu Fragen an die Gemeindeverwaltung. "Bei uns gingen zahlreiche Telefonate ein. Das hat uns nicht gestört, ganz im Gegenteil. So konnten wir die Sachlage schildern, wie sie tatsächlich ist", sagt Bauamtsleiter Michael Thelen. "Mit der Einladung zu diesem Pressegespräch wollen wir mit dem Halbwissen um das Brückelchen aufräumen", sagte Haas.

Die nun eingebrachten großformatigen Pflastersteine entsprächen der Historie, während das zuvor kleinformatige Pflaster vor vielen Jahren bei Reparaturarbeiten verlegt worden sei. Die größeren Pflastersteine wurden vor Verlegung abgeschnitten, um nicht über die Ursprungsmaße zu kommen.

"Das neue Pflaster sieht zwar höher aus, ist es aber nicht", sagt Thelen und belegt dies mit zwei Fotografien. Von älteren Bürgern habe es positive Resonanz sowohl zum Handlauf auf der Brüstung sowie auch zur besseren Begehbarkeit gegeben.

Bei einer Sanierung müssten die geltenden Sicherheitsvorgaben erfüllt werden. "Bauingenieure können nichts unterschreiben, was nicht regelkonform ist. Das Geländer war von Anfang an eingeplant", berichtet der Rathauschef.

Wie auch die Denkmalschutzbehörde bestätigt habe, habe die Gemeinde aus drei Versionen die beste Lösung ausgewählt. Der Handlauf sei, wie früher üblich, mit Blei ausgegossen worden und im Farbton der Eisenbahnbrücken gehalten.

Gleichzeitig wurde mit einem weiteren Gerücht aufgeräumt: Dass rechts der Brücke in Richtung Kirche ein Zaun abgebaut worden sei, treffe nicht zu. Dort seien lediglich ein hoch gewachsener Holunderbusch, Brennnesseln und weitere Pflanzen entfernt worden. Dazu meinte ein Anlieger: "Wartet bis zum Herbst, dann ist alles wieder zugewachsen."

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