Johanniter geben »Café Edith« auf

  • vonRedaktion
    schließen

Buseck (pm). »Gemeinsam gegen die Einsamkeit - jeder Mensch braucht Kontakte« lautete der Leitspruch des »Café Edith«, das die Johanniter seit 2013 in der Wilhelmstraße 30 in Großen-Buseck angeboten haben. Dort hat man für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, wie beispielsweise eine Erkrankung an Demenz auch umschrieben wird, in gemütlichem Ambiente Raum für gesellige Stunden unter fachkundiger Betreuung ermöglicht und somit auch deren pflegende Angehörige entlastet.

Das Kernangebot - die persönlichen Gruppentreffen vor Ort - konnte allerdings seit mehr als einem Jahr pandemiebedingt nicht mehr geleistet werden. Hinzu kam im Oktober 2020 der plötzliche Tod von Irene Wanske-Häbel, die über Jahre hinweg und mit viel Herzblut sowie persönlichem Engagement die Leitung der Demenzgruppe übernommen hatte. »Beides Beweggründe, die nun zu dem Entschluss geführt haben, künftig neue Wege zu gehen und den Standort zum 1. Juli 2021 aufzugeben«, heißt es in einer Mitteilung des Johanniter-Regionalverbandes Mittelhessen.

Mittagstisch denkbar

»Natürlich stehen wir pflegenden Angehörigen von demenziell Erkrankten auch weiterhin als kompetente Ansprechpartner zur Seite«, betont Doris Metzendorf, Ansprechpartnerin des Johanniter-Pflegeberatungsbüros in Buseck. Das Beratungsbüro in der Hofburgstraße 11 ist dienstags von 10 bis 13 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr besetzt. Persönliche Beratungsgespräche können unter Tel. 0 64 08/5 03 04 48 oder über die Sozialstation Busecker Tal vereinbart werden.

Darüber hinaus werde geplant, ab Herbst in den Räumlichkeiten der Tagespflege in der Kaiserstraße 24 ein neues wöchentlich stattfindendes Betreuungsangebot zu etablieren. »Dies soll es älteren Menschen ermöglichen, soziale Kontakte zu pflegen, gegebenenfalls verbunden mit einem Mittagstischangebot«, ergänzt Marco Schulte-Lünzum, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe in Mittelhessen.

Dank gelte dem Förderverein Kranken- und Pflegehilfe Buseck für deren jahrelange Unterstützung des Projekts »Café Edith«. Hier seien insbesondere die Namensgeberin Edith Hollbach und Gerhard Hackel zu erwähnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare