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Christoph Eversberg (r.) und Daniel Schenker unterhalten ein dankbares Publikum mit eigenen Kompositionen und Texten.

»Ich habe mich drauf gefreut«

  • VonSiglinde Wagner
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Buseck (siw). Die Inzidenz sinkt, das Thermometer steigt. Die Musiker stehen in den Startlöchern. Mit dem Untertitel »Mit Abstand ein gutes Konzert« ging die Reihe »Musik im Schlosspark« in die nächste Runde. Zum Einstieg sang Christoph Eversberg »Ich bin wieder da«.

Das passte wunderbar, denn schließlich hat der Gitarrist, Sänger und Songwriter schon zur Erstveranstaltung im vergangenen Juni seine musikalische Visitenkarte abgegeben. Nun brachte er mit Daniel Schenker (Schlagzeug und E-Piano) Verstärkung mit.

Erfahrungen, Situationen und Geschichten aus dem Leben hat Eversberg in seine Eigenkompositionen einfließen lassen. Vieles ist gut nachzuempfinden, wie etwa die geschilderte Gemütslage im Lied vom »Liegen bleiben« an einem Montagmorgen. Einem Liebeslied hat er den Titel »Sprachlos« gegeben, in einem weiteren gesteht der 34-Jährige: »Ich bin ein Mann mit Gefühlen«.

Musikschüler im Publikum

Inzwischen als Single erschienen ist »Tandem«, ein Lied, das er für seinen Bruder und dessen Frau zur kirchlichen Trauung geschrieben und gespielt hat. Die auftrittsfreie Zeit hat Eversberg zum Einspielen eines Albums genutzt. Die 90 Konzertminuten füllte er locker-leicht mit eigenen Titeln. Lediglich die lustige Zugabe »König im Affenstall« (Dschungelbuch) stammte aus fremder Feder.

Eversberg unterrichtet Gitarre und Keyboard an der Musikschule Busecker Tal, einige seiner Schülerinnen saßen im Publikum und waren hellauf begeistert.

Auch über die Tatsache, dass nun wieder Musik im Park angeboten wird, herrschte allgemein Begeisterung. »Schön, dass sich Leute wieder treffen können«, meint Christina Spaar. Ihr Ehemann Werner ergänzt: »Wieder hier auf der Wiese sitzen und Musik hören zu können ist ein tolles Lebensgefühl.« »Ich bin Stammgast, mir würde etwas fehlen«, sagt Karin Donkowski. »Ich finde das wichtig, besonders für Alleinstehende«, meint Brigitte Volk. »Wir fühlen uns sicher, zumal wir schon zwei Mal geimpft sind«, sagen Inge und Manfred Scheld. Rita Mattern spricht nicht nur als Zuhörerin, sondern auch als Interpretin: »Ich habe mich riesig darauf gefreut, und im nächsten Jahr möchte ich wieder mitwirken.«

Bürgermeister Dirk Haas erklärte, dass ganz bewusst zurückhaltend geworben wurde. Er erinnerte an die vielen Menschen, die größeren Einschränkungen unterworfen waren sowie an diejenigen, die schwer erkrankten oder ihr Leben verloren haben. Haas dankte Meike Deibel für die gute Organisation. Diese freute sich, dass nahezu alle Termine trotz der kurzen Vorlaufzeit und ohne größeren Abstimmungsbedarf besetzt werden konnten. Nun hoffen alle, dass die Konzertreihe wie im Vorjahr gut über die Bühne gehen kann.

Am 17. Juli ab 18 Uhr unterhält, gutes Wetter vorausgesetzt, Helmut Braun mit Schlagern und Volksliedern. FOTO: SIW

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