Larissa Hildebrand
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Larissa Hildebrand

"Ich arbeite jetzt produktiver"

  • vonLena Karber
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Buseck(lkl). Die Corona-Pandemie hat den Alltag aller auf den Kopf gestellt. An dieser Stelle gewähren Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen Einblicke in ihren neuen Alltag. Heute: Larissa Hildebrand, Klimaschutzmanagerin in Buseck.

Frau Hildebrand, wie verläuft Ihr Tag normalerweise?

Normalerweise beginne ich mit der Arbeit zwischen sieben und acht Uhr und arbeite dann im Schnitt acht Stunden. Nach der Arbeit schmeiße ich in der Regel den Haushalt, treffe mich mit Freunden und zweimal in der Woche habe ich Handballtraining bei der HSG Linden. Dazukommen Spiele an den Wochenenden.

Und wie sieht Ihr Alltag jetzt aus?

Da die Büros nicht mehr doppelt besetzt sein dürfen, um das Infektionsrisiko zu minimieren, arbeiten wir jetzt in einem Schichtsystem mit jeweils sechs Stunden. Von der Stundenzahl arbeitet man also weniger, dafür aber zum Teil auch früher, womit ich mich ganz schön schwertue. Wenn ich die frühe Schicht habe, beginne ich zwischen sechs und halb sieben, bei der späten etwa um halb 11. Zudem entfallen alle meine festen Freizeittermine, also das Training und die Spiele. Insofern habe ich auf jeden Fall mehr Zeit, gerade auch zu Hause. Daher bin ich wie viele momentan dabei, die Wohnung auf Vordermann zu bringen, auszusortieren, aufzuräumen, einen kleinen Frühlingsputz zu machen und den Balkon hübsch zu machen. Für solche Geschichten hatte ich sonst auf jeden Fall weniger Zeit.

Was vermissen Sie am meisten?

Den Handball, das kann ich ganz klar sagen. Und auf der Arbeit fühlt es sich auch teilweise komisch an, weil man jetzt mehr alleine arbeitet, von den anderen abgeschottet ist und keine gemeinsame Mittagspause mehr hat.

Was ist positiv?

Ich finde, sowohl die Früh- als auch die Spätschicht haben Vorteile. Bei der Frühschicht kann ich um halb eins Feierabend machen und habe noch sehr, sehr viel vom Rest des Tages. Gerade jetzt bei dem Wetter kann man rausgehen und ausgiebiger spazieren gehen als es sonst der Fall ist. Und wenn ich später anfange zu arbeiten, kann ich länger schlafen und bin trotzdem auch nicht so wahnsinnig spät zu Hause. Wenn ich nur sechs Stunden arbeite, habe ich folglich mehr Freizeit, aber gleichzeitig auch das Gefühl, im Büro ein bisschen produktiver zu arbeiten, da ich versuche, in der kurzen Zeit trotzdem möglichst viel zu schaffen. Und ich finde, es hat auch mal was für sich, in der Freizeit weniger unterwegs und mehr zu Hause zu sein, sodass man das schöne Wetter nutzen kann, das wir ja gerade glücklicherweise haben. FOTO: PM

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