Gruppenbild mit Maske: Das Segellager geht unter den aktuellen Hygienevorgaben über die Bühne. FOTO: PM
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Gruppenbild mit Maske: Das Segellager geht unter den aktuellen Hygienevorgaben über die Bühne. FOTO: PM

Hoffen wurde belohnt

  • vonred Redaktion
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Buseck(pm). Während die Zahl Sieben in einigen Kulturen als Glückzahl gesehen wird, gilt sie in anderen als Unglückszahl. In manchen Fällen, wie dem inzwischen siebten Segellager der Beuerner Pfadfinder, scheint beides zuzutreffen. Denn die monatelange Freude auf das gemeinsame Lager und Segelerlebnis schwand zunehmend im Verlauf der ersten Wochen der Corona-Pandemie. Nur wenige Tage vor Antritt der Reise zum nordhessischen Edersee gab die Gruppenleitung schließlich jedoch grünes Licht, nachdem ein langwieriger Marsch durch die Institutionen, sehr umfangreiche Informationsrecherchen und ein überzeugendes Hygienekonzept erfolgreich waren.

So machten sich 15 Kinder und Jugendliche auf den Weg, um ein Lager der besonderen Art zu erleben. Zwar war der Edersee noch gut mit Wasser gefüllt und bot eine recht große Segelfläche, aber das gemeinsame Singen musste durch das Summen der Pfadfinderlieder ersetzt werden, man durfte Abends nicht eng beieinander im dunklen Zelt liegen und tuscheln, das Essen wurde nicht im Sitzkreis herumgereicht, sondern von maskierten Köchen einzeln verteilt. Das ständige Desinfizieren und Waschen der Hände sowie das kontaktlose Fiebermessen im Morgenkreis nervten ein wenig, auch entsprach der kontrollierte Zugang zur Toilette und Dusche nicht immer den spontanen Bedürfnissen.

Dennoch erwies sich die Sieben auch als Glücksfall insofern, als die Gruppe mit durchgehend hervorragenden Windverhältnissen belohnt wurde. Selten blies der Wind bisher in einer Stärke, die sämtliche Segelkompetenzen herausforderte. Insofern kamen alle Teilnehmer auf ihre Kosten, die durchweg bereits Seglerfahrungen mitbrachten und sich somit auch nicht von Unwettern einschüchtern ließen und dabei durchnässt, aber stolz den heimatlichen Anlegesteg erreichten.

Die Freizeit vertrieb sich die Gruppe mit kontaktfreien Spielen oder beim Stoffdruckauf der mitgeführten Siebdruckanlage. Mit einer Nähmaschine konnten Masken genäht werden.

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