Hallenbadverein freut sich über solide Zahlen

  • vonSonja Hähner
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Buseck(son). Ausnahmsweise trafen sich die Mitglieder des Hallenbadvereins Busecker Tal im Kulturzentrum zu ihrer Mitgliederversammlung. Vorsitzender Wolfgang Dörr betonte die Wichtigkeit des Termins. "Würden wir das Treffen nicht veranstalten, wären alle unsere weiteren Entscheidungen in einem ungewissen rechtlichen Rahmen zu beurteilen". Im Zentrum standen die Berichte des Vorsitzenden und des Schatzmeisters OIiver Stephan. Zudem wurden der Vorstand entlastet und neue Kassenprüfer gewählt.

Der Hallenbadverein freute sich zu Beginn des Jahres über einen Zugewinn von 288 Mitgliedern. "Wir sind in das Jahr 2019 mit 3816 Mitgliedern gestartet und hatten zum 1. Januar 2020 4104 Mitglieder", stellte Dörr fest. Diese Zahl sei bis Ende September auf 4248 gestiegen. "Unser Bad wurde im Jahr 2019 rund 47 000-mal besucht, das sind über 3000 Besuche mehr als 2018", so der Vorsitzende.

Dörr betonte, wie wichtig ein Hallenbad für das kulturelle Leben einer Gemeinde sei. "Wir bieten etwas für Jung und Alt", sagte er mit Blick auf die guten Besucherzahlen. Von den Besuchen entfielen allein 17 300 auf die über 60-Jährigen, die unter 20-jährigen Mitglieder besuchten das Bad als zweitstärkste Gruppe 10 900-mal. Großer Beliebtheit erfreue sich das Kursangebot, insbesondere das Baby- und Kleinkinderschwimmen. Die Lockdown-Zeit im Frühjahr habe der Verein genutzt, um die neue Mitgliederverwaltungssoftware einzurichten und rund 4500 Datensätze umzustellen. "Im Personalbereich sind wir in allen Bereichen gut aufgestellt", sagte Dörr.

Der Personaleinsatz habe sich nach der Wiedereröffnung des Bades im Juli 2020 sogar wieder intensiviert, um den reibungslosen Ablauf zu Corona-Zeiten zu gewährleisten. Dringenden Sanierungsbedarf sieht der Hallenbadverein im Saunabereich.

Investitionen geplant

Ein beim Land Hessen eingereichter Förderantrag wurde wegen Corona vom Verein wieder zurückgezogen. "Wir haben mittlerweile eine Kostenschätzung eines im Schwimmbad- und Saunabau erfahrenen Architekten vorliegen, sodass wir diese Zahlen in den kommenden Haushaltsplan einsetzen können", sagte Dörr. Gleichzeitig bemühe man sich um andere Fördermöglichkeiten. Auch auf den Badebetrieb unter Corona-Bedingungen ging Dörr ein. Auf Grundlage des Berichts "Pandemieplan Bäder" der deutschen Gesellschaft für das Badewesen sei der Hygieneplan aufgestellt und vom Ordnungsamt genehmigt worden. "Wir sind bewusst auf Sicherheit gegangen und haben die Vorgaben streng ausgelegt", so Dörr. Der Badebetrieb unter den bestehenden Auflagen funktioniere recht gut, auch die Reservierungen über das Online-Reservierungs-Tool als auch über die Telefon-Hotline würden gut angenommen.

Bezüglich des Freibades sei nun im Parlament eine Entscheidung gefallen. "Jetzt liegt es an der Gemeinde, auf uns zuzukommen", sagte Dörr. Der Vorstand werde eine Änderung der Satzung erarbeiten. Dörr hofft, dass man in einem Jahr über die geänderte Satzung und den Betreibervertrag auf der Mitgliederversammlung abstimmen könne.

Schatzmeister Oliver Stephan gab einen Überblick über die Kassenlage. Mit einem Überschuss von 104 000 Euro sei das Jahr 2019 außergewöhnlich gut verlaufen. Gründe dafür seien zum einen der Mitgliederzuwachs, zum anderen geringe Reparatur- und Investitionskosten.

Für den Haushalt im kommenden Jahr wurde allerdings ein Minus von 98 000 Euro eingeplant. "Wir rechnen mit höheren Reinigungskosten, einem Stopp beim Mitgliederzuwachs und haben Investitionen für Vordach und Sauna geplant", so Stephan.

Bis das Vordach gebaut sei, werde der Verein nach einer provisorischen Lösung suchen, um Wartende vor Wind und Regen zu schützen, beispielsweise durch eine stabile Pavillon- oder Zeltkonstruktion. "Das werden wir in den nächsten Wochen klären - jetzt haben wir ja Zeit dafür", sagte Dörr. Denn das Hallenbad ist aufgrund der beschlossenen Lockdown-Maßnahmen gegenwärtig geschlossen.

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