Grünes Licht für Edeka

Thema in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung war auch der Bebauungsplan zur Erweiterung des Edeka-Zentrallagers. Er erhielt den Zuspruch von der Mehrheit der Gemeindevertreter.

Thema in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung war auch der Bebauungsplan zur Erweiterung des Edeka-Zentrallagers. Er erhielt den Zuspruch von der Mehrheit der Gemeindevertreter.

Hier sprachen sich vor allem die Grünen gegen die Planungen aus. Das liegt daran, dass für die Erweiterung des Lagers eine Fläche aus einem FFH-Schutzgebiet herausgenommen werden soll. "Respekt dafür, wie gut es gelungen ist, hier die Ansprüche von Edeka zu reduzieren", sagte Luise Böttcher (Grüne).

Denn ursprünglich meldete der genossenschaftliche Unternehmensverbund den Bedarf von 3,5 Hektar Fläche in dem Schutzgebiet an – das konnte dank Alternativen mittlerweile auf 0,8 Hektar reduziert werden. "Aber trotz nur 0,8 Hektar Fläche liegt diese immer noch in einem Schutzgebiet – deshalb sind wir als Grüne dagegen."

Eine Änderung im Bebauungsplan sieht die Aufnahme einer Fläche auf der anderen Seite der Wieseck vor: Hierhin wurde im Vorfeld der gefundene Ameisenbläuling umgesiedelt. Der Bebauungsplan erhielt bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen den mehrheitlichen Zuspruch der Gemeindevertreter.

Platz für Handwerker

Unter anderem durch den Bau eines Mitarbeiterparkplatzes am Fischbach konnte der oben erwähnte Platzbedarf so sehr reduziert werden. Auch hierzu fand eine weitere Abstimmung für eine Änderung im Bebauungsplan statt: Mit 17 Ja- und elf Gegenstimmen sowie zwei Enthaltungen wurde die Änderung mehrheitlich beschlossen.

Und auf der Fläche "Auf der Riedstruth" in Großen-Buseck soll ein Mischgebiet ausgewiesen werden. Hier will die Gemeinde Platz schaffen, auf der sich heimische Handwerker ansiedeln können.

Der Stand des Haushaltsvollzugs in der Gemeinde ist derzeit erfreulich: Zwar gab es Mindereinnahmen von rund 288 000 Euro durch einen geringeren Ertrag aus der Gewerbesteuer – dem stehen aber Minderausgaben in Höhe von 580 000 Euro gegenüber. Die Halbjahreszahlen bilden einen Überschuss von 62 874 Euro. Erfreuliche Zahlen, die jedoch die Freien Wähler für eine kleine Kritik nutzten: "Wir hätten uns die Absenkung der Grundsteuer B leisten können."

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